Der ZDF-Moderator zeigte sich nicht nur von dem Kunstwerk, sondern auch von der bewegten Geschichte begeistert.
„Bares für Rares“Familie rettete Kunstwerk nach Köln – Horst Lichter zutiefst beeindruckt

Marco Wegerdt (v.r.) mit Horst Lichter und Colmar Schulte-Goltz bei „Bares für Rares“.
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Mit einem Kunstobjekt ist der „kölsche Jung“ Marco Wegerdt zu „Bares für Rares“ in die Sendung vom Montag (26. Januar) gekommen. Die Bronze hat eine bewegte Geschichte. Doch ist sie auch wirklich so viel wert, wie sich der 60-Jährige ausgerechnet hatte?
Die Skulptur sei mit ihren 26 Kilo sehr unhandlich und passe nicht so richtig in seine neue Wohnung, erklärt Wegerdt seine Motive, in der ZDF-Sendung aufzutreten. Er sei kürzlich nach Bergisch Gladbach umgezogen. Doch so ganz einfach war die Entscheidung wohl doch nicht, schließlich war die Bronze seit Jahrzehnten in Familienbesitz.
Horst Lichter staunt bei „Bares für Rares“ über bewegte Geschichte
Als seine Oma noch lebte, habe das Kunstwerk im bei ihr zu Hause in der damaligen Karl-Marx-Stadt (seit der Wende Chemnitz) gestanden, erzählt Marco Wegerdt im Gespräch mit Moderator Horst Lichter. Sein Vater habe die Plastik dann kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, mit einem Umweg über den Balaton in Ungarn, nach Köln in Sicherheit gebracht.
„Wow“, quittierte Horst Lichter die bewegte Geschichte, die Wegerdt mit der Skulptur verbandt. Aber auch von dem Kunstwerk selbst zeigte er sich begeistert. „Also ich finde es wirklich beeindruckend!“, gestand Lichter.

Horst Lichter kam bei der „Bares für Rares“-Expertise zu der Bronze gleich mehrfach ins Staunen.
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Auch „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz sprach von einer „sehr beeindruckenden Bronze-Gruppe“. Die Skulptur zeigt zwei Pferde und einen Mann auf dem Rücken eines der Tiere. Bei Bronzen sei ein solch bewegtes „szenisches Geschehen“ nicht einfach umzusetzen. Dies sei hier jedoch hervorragend gelungen. Das Motiv sei der Weg zur Pferdeschwemme, so Schulte-Goltz weiter.
Wunschpreis wird bei „Bares für Rares“ deutlich übertroffen
Datiert wurde die aufwendige Bronze-Arbeit auf eine Zeit in den 1920er-Jahren. Bei dem Künstler handelte es sich um den „nicht unbekannten“ deutschen Bildhauer Leonhard Zeiher. „Wahnsinn, 100 Jahre alt also“, resümierte Horst Lichter.

Die Bronze „Junge mit zwei Pferden“ von Leonhard Zeiher bei „Bares für Rares“.
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Die Qualität des historischen Stückes sei „sehr sehr gut“, betonte Colmar Schulte-Goltz, „ein wunderbar gemachter Guss mit einer sehr schönen Patina“. Man sehe aber auch leichte Abriebe.
Aber war die Bronze wirklich den Wunschpreis wert? Marco Wegerdt hatte sich rund 800 Euro vorgestellt. Eine Preisregion, welche durch die Expertise jedoch noch deutlich übertroffen wurde. Die Expertenschätzung belief sich schließlich auf 1500 bis 1700 Euro.
Begeisterung auch im Händlerraum von „Bares für Rares“
Im Händlerraum von „Bares für Rares“ wurde die Skulptur sofort von den Händlern Daniel Meyer, Julian Schmitz-Avila und Fabian Kahl umringt. Meyer lobte das Kunstwerk sofort als „wunderschöne Pferde-Bronze“, auch die anderen Händlerinnen und Händler zeigten sich begeistert.

Daniel Meyer (v.l.), Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila nehmen die Bronze bei „Bares für Rares“ genau unter die Lupe.
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Entsprechend hoch eröffnete Fabian Kahl mit 400 Euro die Verhandlungen. Schmitz-Avila und Meyer, die zuvor schon einen genauen Blick auf die Skulptur geworfen hatten, stiegen ebenfalls mit ein. Und so schraubte sich der Preis immer weiter in die Höhe. Bald war auch die 1000-Euro-Marke geknackt.
Mit einem Gebot über 1500 Euro konnte sich schließlich Julian Schmitz-Avila in den Verhandlungen durchsetzen. Er wolle die Bronze seiner Partnerin zum Geschenk machen, sie sei Pferde-Liebhaberin. Ein Gedanke, der Verkäufer Marco Wegerdt gefiel.
Und auch über das Geld freute sich der frisch gebackene Bergisch Gladbacher. „1500 Euro, das ist Wahnsinn. Ich freue mich tierisch darüber“, so Wegerdt nach der Sendung.

