Abo

UmbauAltenberger-Dom-Straße in Schildgen wird ab 19. Januar saniert

3 min
Die Altenberger-Dom-Straße nach dem Umbau,  in einer Skizze der Stadt

Die Animation zeigt, wie die Altenberger-Dom-Straße nach der Modernisierung aussehen soll.

Am 19. Januar startet in Schildgen der Umbau der Altenberger-Dom-Straße. 

Die Bagger sind bestellt. Der Vertrag mit der ausführenden Baufirma ist abgeschlossen. Der große Umbau der Altenberger-Dom-Straße im Stadtteil Schildgen, seit vier Jahren in Planung, wird am 19. Januar mit dem Abschnitt zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße beginnen, sofern nicht Schnee und Eis für Verzögerungen sorgen. Über lange Zeit kommen dann auf die Anlieger Beeinträchtigungen zu. Autofahrer müssen sich auf Stau und Umleitungen einstellen.

Aus Fahrtrichtung Odenthal können Autofahrer die Baustelle halbseitig passieren. Der Gegenverkehr, der aus Leverkusen kommend den Stadtteil in Richtung Bergisch Gladbach durchquert, wird laut Mitteilung der Stadt weiträumig über Leverkusener Gebiet umgeleitet. Details nennt die Stadt bislang nicht. Linienbusse werden über den Nittumer Weg geführt.

Viele Widerstände

Gebaut wird auf der Strecke bis in den Herbst, also bis zu elf Monate. Anschließend sollen die weiteren Abschnitte folgen, unter anderem in Richtung Schildgen-Mitte mit dem umstrittenen Umbau der Hauptkreuzung. Die Schildgener Bürger können sich damit einstellen auf eine lange Baustellenzeit. Proteste gegen die Umbaupläne gab und gibt es nach wie vor, vor allem der Wegfall von Parkplätzen sorgte bei den Vorplanungen für massive Proteste aus der Händlerschaft.

Trotz dieser Widerstände vor Ort folgte eine politische Mehrheit (mit Grünen und SPD als tragenden Säulen sowie der FWG) den Umbauplänen, die der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda (Grüne) als deutliche Verbesserung der Verkehrssituation bewertet. Die Aufenthaltsqualitäten an dieser vielbefahrenen Straße würden verbessert, macht er den Umbau den Anliegern schmackhaft.

Eine weitere große Straße der Stadt werde auf ein gutes und modernes Niveau gebracht. „Das freut mich sehr“, betont Migenda, der allen Beteiligten aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung dankt. Auch der nächste Umbauabschnitt Richtung Kempener Straße ist seit diesem Sommer politisch beschlossen. Ein von der stets mit Kritik begleitenden CDU gewünschtes Planfeststellungsverfahren fand keinen Widerhall, ein Vertagungsantrag blieb chancenlos.

Seit der vorvergangenen Kommunalwahl 2020 diskutierten und debattierten Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft über die Veränderungen, die bei den Befürwortern als Signal der Verkehrswende betrachtet werden. Kritiker sagen, dass sich der Umbau einseitig gegen den Autoverkehr richte.

Fahrbahndecke und Pflasterbeläge

Was passiert konkret? Umfassend wir die Fahrbahndecke erneuert, falls erforderlich auch der gesamte Aufbau der Straße. Die Deckschicht soll heller werden, um im Sommer Hitze zu vermeiden. Geh- und Radwege erhalten ein taktiles Leitsystem, Pflasterbeläge werden erweitert, die Barrierefreiheit laut Stadt erhöht. Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden nehme damit zu.

Was manche Anlieger weniger freut, ist der überwiegende Wegfall der Parkplätze am Straßenrand. Migenda spricht von einer Anpassung an moderne straßentechnische Anforderungen. „Auch um sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden.“ Bislang parkten Autos am Fahrbahnrand, bei einer unaufmerksam geöffneten Autotüre hätten Radfahrer gefährdet werden können. Gravierende Verletzungen wären die Folge.

Der Umbau vermeidet jetzt diese Gefahr. Anlieger müssen ihren oder ihre Pkw nun auf dem eigenen Grundstück parken oder in den umliegenden Straßen schauen.