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BrandunglückDen Bewohnern bleibt der Zutritt verwehrt

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Trotz Verbotsschild dürften die Mieter das Haus schon wieder betreten – wenn der Vermieter sie lassen würde.

Bergisch Gladbach – Vier Tage nach dem schweren Brandunglück in der Bensberger Schlossstraße, bei dem sechs Menschen schwer verletzt wurden, dürfen die Mieter ihre Wohnungen immer noch nicht betreten. Obwohl die Polizei die Sperrung der Wohnungen schon am Freitag aufgehoben hatte, ließ Hausbesitzer Mahmoud Elkhatib auch am Montag niemanden ins Gebäude. „Lediglich der unmittelbare Brandort im Keller ist noch beschlagnahmt“, erklärte Polizeisprecher Peter Raubuch die Situation in der Schlossstraße 16.

Noch am Montagmorgen hoffte die Stadtverwaltung, mit einigen Hausbewohnern, die in Notunterkünften untergebracht sind, die Wohnungen zu betreten. Stadtsprecher Martin Rölen am Montagmittag: „Wir warten auf einen Anruf des Hausbesitzers. Die Menschen in den Notunterkünften möchten zumindest einige ihrer Habseligkeiten aus den Wohnungen holen.“ So wie Karla Mey (34, Name geändert): Irgendwo hinter den verrußten Fenstern in den oberen Etagen des Hauses ist ihre Wohnung, dort liegt ihr Hab und Gut. Die Angst um ihren Besitz treibt die Frau immer wieder in die Bensberger Schlossstraße. Stündlich gehen sie oder ihr Mann an der Immobilie vorbei, prüfen, ob auch keine Unbefugten ins Haus gelangen.

Die verzweifelte Frau hat schon mehrfach im Büro ihres Vermieters angerufen, der in Köln einen Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb unterhält. Frühestens am Donnerstag könne sie ins Gebäude, sagte eine Mitarbeiterin Elkathibs der 34-Jährigen. Elkathib wollte die Situation am Montag nicht kommentieren.

„In dem Haus steckt ein hohes Gefahrenpotenzial. In den letzten Jahren hat es hier schon mehrfach gebrannt“, sagte Martin Rölen. Vor rund zehn Jahren hatte bemängelte die Bauaufsicht den unzureichenden Brandschutz bemängelt. Eine Außentreppe musste damals angebracht werden. Diese Treppe hat am Freitag vermutlich zehn Hausbewohnern das Leben gerettet.

Auch die Brandschutztüren im Gebäude waren bei Begehungen der Bauaufsicht immer mal Thema, oft hielten untergeschobene Keile die Türen offen. Im Keller soll sich häufig Unrat angesammelt haben. Martin Rölen: „Ob die Brandschutztüren am Brandtag geschlossen waren, wissen wir nicht. Auffällig war jedoch die schnelle Verteilung von Rauchgas im Gebäude. Bei geschlossenen Türen dürfte das eigentlich so schnell nicht passieren.“ Der Mietzins, den Elkathip von seinen Mietern verlangt, soll immer am oberen Ende des Mietspiegels liegen.