Bergisch Gladbach – Zwar abseits im Wald gegenüber dem Technologie-Park gelegen, braucht sich die Miltenyi Biotech GmbH trotzdem nicht zu verstecken, erst recht nicht mit ihrem neuen Haus 4. Am Freitag fanden viele Leute hierher, um Richtfest zu feiern.
Mit dem Gebäude erweitert das Biotechnologieunternehmen seinen Standort an der Friedrich-Ebert-Straße, um Platz zu schaffen. „Wir werden immer mehr“, sagte Harald Fritzenkötter, der für das Unternehmen den Baufortschritt beobachtet. Und mehr Platz bedeute mehr Möglichkeiten. Zurzeit arbeiteten am Standort Bergisch Gladbach 800 Mitarbeiter. Die Investition in das neue Haus bewege sich in großer zweistelliger Millionenhöhe.
Weltweit führend
Miltenyi hat sich insbesondere einen Namen gemacht auf dem Gebiet der Bio-Technologie. Bei der Krebsforschung und bei der Zellforschung gilt das Unternehmen als weltweit führend.
Beim Ritual mit dem Richtkranz hielt sich Firmengründer Stefan Miltenyi im Hintergrund. Das Reden überließ er anderen.
Was die Topographie anbelangt, stellt das Bauwerk eine echte Herausforderung dar. Das Haus wird in L-Form am Hang gebaut. „Ein Gefälle von mehr als sechs Metern muss bewältigt werden“, erläuterte Architekt Claus Weinhart. Auf einer Bruttogeschossfläche – Flächen pro Geschoss – von 8900 Quadratmetern, größer als ein Fußballfeld, bietet der Neubau Raum für Labors, Büros und Konferenzsäle.
Vier bis fünf Etagen – zwei davon verschwinden sozusagen als Unterbau unter der Erde – aus „stabilem, ehrlichen Sichtbeton“, wie Fritzenkötter sagt, ragen in gradliniger Form in den stahlblauen Himmel. Einziger Schmuck, der später einen Akzent setzen soll, sind einzelne an der Fassade angebrachte Farbstreifen in Orange und Grün.
Zwischen dem neuen Haus 4 und dem davorstehenden Haus 1 entsteht ein Platz, der bei der Belegschaft auch schon einen Namen gefunden hat: „Miltenyi-Plaza“.
Von dem Neubau aus sind zwei andere Gebäude unterirdisch zu erreichen, sagt Architekt Weinhart. So könnten Arbeitsabläufe optimiert werden. Endgültig fertig werden soll der Bau Ende des Jahres 2014.
