Kerzen, Blumen, ein Kreuz, das sind die Erinnerungen an Stefan P. (Name von der Redaktion geändert). Am Samstagabend trafen sich in der Nähe des Bergisch Gladbacher Busbahnhofs, wo der 29-Jährige vor einer Woche durch Messerstiche tödlich verletzt worden war, Angehörige und Freunde zu einem kurzen Gedenken.
Rund hundert Personen waren gekommen um „ein deutliches Zeichen gegen Gewalt in unserer Stadt zu setzen“, wie Marcel Arnold, ein Initiator der Aktion, sagte. „Er ist auf unserer Straße gestorben, auf der wir uns alle täglich begegnen“, sagte Arnold. Mancher der Anwesenden konnte bei diesen Worten seine Tränen kaum unterdrücken. Ein Sprecher der Angehörigen erinnerte daran, wie die deutschstämmige Familie des Opfers vor vielen Jahren hoffnungsvoll aus Russland am Bahnhof in Bergisch Gladbach angekommen sei. Sie hätten sich bestens integriert, hätten Arbeit und Freunde gefunden und ein Dach über dem Kopf gebaut. Umso entsetzlicher sei die bisher noch nicht aufgeklärte Tat. Die Polizei, die zu der angemeldeten Demonstration gekommen war, hielt sich deutlich im Hintergrund. (RN)
