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Bikini-ProfiklasseWeltmeisterin Lia Liebing aus Gladbach will den dritten Universe-Titel

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Fünf muskulöse Frauen in Bikinis auf einer Bühne lassen die Muskeln spielen

Das Lächeln ist ihr Markenzeichen. Lia Liebing (r.) auf großer Bühne mit ihren Konkurrentinnen beim Wettkampf in China im August.

Die 27-Jährige hat in Kamerun ihren dritten WM-Titel in der Bikini-Profiklasse gewonnen und ist Ende des Jahres bereit für eine Pause.

Der dritte Weltmeistertitel liegt erst wenige Wochen zurück. Doch als Lia Liebing im August bei einem Wettbewerb im chinesischen Shaoxing auf die Bühne geht, merkt sie, wie sehr ihr die Saison zugesetzt hat. In der Bikini-Profiklasse wird sie Dritte, in der Glamour-Model-Klasse Zweite. Gute Platzierungen – und für die 27-Jährige zugleich ein Zeichen, dass sie eine Pause braucht. „Mein Körper ist echt auch an dem Punkt angekommen, dass ich ihm einfach was zurückgeben muss“, sagt sie.

„Mein Körper ist echt auch an dem Punkt angekommen, dass ich ihm einfach was zurückgeben muss.
Lia Liebing, dreimalige Weltmeisterin in der Bikini-Profiklasse, über ihre geplante Wettkampfpause

Dabei hatte Liebing im Juli bei der WFF-Weltmeisterschaft in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, erneut den Titel in der Bikini-Profiklasse gewonnen. Nach einem Jahr ohne WM-Teilnahme 2024 und einem dritten Platz 2025 bedeutete ihr dieser Sieg besonders viel.

Von der Reise ist ihr aber noch etwas anderes im Gedächtnis geblieben. Amateurathletinnen beobachteten, wie sie sich vor dem Auftritt vorbereitete, und machten ihre Bewegungen nach. Eine der Frauen habe ihr später gesagt, wie dankbar sie für die Gelegenheit gewesen sei, sich etwas von ihr abzuschauen. Für Liebing war das ein besonderer Moment auf einer Reise, die sie auch als belastend beschreibt: Außerhalb des Hotels konnte sie sich nach eigenen Angaben nur mit Begleitung bewegen.

Der Sport veränderte mehr als ihren Körper

Zum Bodybuilding kam die frühere Leistungsschwimmerin 2021. Auf der Fitnessmesse Fibo in Köln sah sie Bikini-Athletinnen auf der Bühne. „Wow, das ist so cool, so möchte ich auch mal aussehen“, dachte sie damals, wie sie erzählt. Sie beschloss, es auszuprobieren. Ein Jahr später stand sie selbst bei ihrem ersten Wettkampf auf der Bühne.

Der Sport veränderte mehr als ihren Körper. Liebing gewann nach eigenen Worten Selbstvertrauen und wagte schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit. Zuvor hatte sie in der Konstruktion im Maschinenbau gearbeitet. Seit rund einem Jahr bietet sie Fitnesscoaching an; bei der Erstellung von Ernährungsplänen arbeitet sie mit der Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Wingenbach zusammen.

Fünf Jahre Wettkampfsport in Folge haben Kraft gekostet

Fünf Jahre Wettkampfsport in Folge haben allerdings Kraft gekostet. Besonders die kurzen Abstände zwischen den Auftritten in Kamerun und China spürte Liebing. Auch die Rückkehr zu einem gewöhnlichen Essverhalten nach einem Wettkampf falle ihr schwer. Nun hat sie einige Wochen Zeit, sich auf ihr nächstes Ziel vorzubereiten: die WFF Universe am 14. und 15. November in Kulmbach.

„Mein großes Ziel ist es jetzt, dieses Jahr den dritten Universe-Titel zu holen und dann erst mal aufzuhören“, sagt sie. Familie, Freunde sowie Kundinnen und Kunden wollen sie dort unterstützen. Dem Sport will Liebing auch nach einer Wettkampfpause verbunden bleiben: Sie möchte Athletinnen und Athleten bei Wettbewerben begleiten und sich stärker auf ihre Arbeit als Coach konzentrieren.