Gegen die beiden Hauptbeschuldigten Fluthilfe- und Corona-Betrüger aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis sind am Mittwoch Haftbefehle erlassen worden, berichtet die Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage dieser Zeitung. Beide, ein 57-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau, sitzen seit Dienstag in Untersuchungshaft. Beide seien anwaltlich vertreten.
Mehr als 1,1 Millionen Euro Corona-Soforthilfe unrechtmäßig beantragt
Damit die Beschuldigten nicht identifiziert werden können, gibt die Staatsanwaltschaft keine Auskunft darüber, wo sie im Kreisgebiet wohnen. Bei der Adresse des 57-Jährigen seien bei der Razzia Sondereinsatzkräfte der Polizei im Einsatz gewesen. Abgewartet werden müsse jetzt, so die Staatsanwaltschaft, die Auswertung der sichergestellten Unterlagen.
Den Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, zwischen März 2021 und April 2022 Corona-Hilfen von über 1,1 Millionen Euro zu Unrecht beantragt und davon 320.000 Euro tatsächlich erhalten zu haben. Nach der Jahrhundertflut im Juni 2021 sollen die mutmaßlichen Betrüger Anträge auf „Starkregen-Soforthilfe“ in Höhe von 1,2 Millionen Euro gestellt haben, ohne dass ein entsprechender Schaden vorgelegen haben soll. Ausgezahlt worden seien 972.000 Euro. (ub)
