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Fußball-TourismusRhein-Berg will Stück vom EM-Kuchen

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Bei der Fußball-WM 2006 verfolgen Fans beim Public Viewing auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach ein Spiel und schwenken dabei Deutschland-Fahnen.

Nach der WM ist vor der EM: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gab es in Gladbach eine Fankurve, und die Teams von Brasilien und Südkorea residierten in der Stadt.

Am 3. Oktober beginnt der Vorverkauf für die EM 2024, unter anderem in Köln. Da sollte sich Rhein-Berg einbringen, denkt man im Kreishaus.

Wenn am Tag der Deutschen Einheit der Ticket-Vorverkauf für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland beginnt, dann soll der Rheinisch-Bergische Kreis möglichst ein schönes Stück vom Fußballtourismus-Kuchen abbekommen.

Denn die Euro 2024 bringt ja nicht nur die Mannschaften ins Land, sondern auch ihre Fans, und die wollen nicht nur Spiele gucken, sondern auch essen, trinken und schlafen — und das möglichst auch bei uns und vielleicht auch noch gleich wandern, den Altenberger Dom besichtigen und dabei Bus und Bahn benutze.

Wir sind am Start und fahren unsere Marketingaktivitäten hoch
Gabi Wilhelm, Tourismus-Chefin

Das hoffen CDU und Grüne im Kreistag und haben darum kurzfristig eine Anfrage zur „Vermarktungsstrategie der Region zur UEFA Euro 2024 eingebracht“, die die Chefin von Das Bergische, Gabi Wilhelm, ebenso kurzfristig im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Beteiligungen beantwortete.

Seit geraumer Zeit stehe fest, dass auch in Köln gespielt werde, sagte Wilhelm. „Wir sind am Start und fahren unsere Marketingaktivitäten hoch.“ Sechs verschiedene Social-Media-Kanäle stünden zur Verfügung. Aktuell hätten allerdings noch keine Buchungen stattgefunden. Ziel seien nicht nur Touristen, sondern auch die einheimische Bevölkerung, auf dass diese Lust zu Public-Viewing-Aktivitäten bekomme.

Wenn wir groß das Bergische bewerben wollen, müssen wir auch Geld in die Hand nehmen.
Gabi Wilhelm, Tourismus-Chefin

Wilhelm: „Im Rahmen der Möglichkeiten, die unser Wirtschaftsplan zulässt, machen wir viele Dinge.“ Aber es gelte auch: „Wenn wir groß das Bergische bewerben wollen, müssen wir auch Geld in die Hand nehmen.“ Kampagnen fingen bei 10 000 Euro Minimum an.

Für die Grünen dankte Ursula Ehren für die schnelle Antwort: „Wir haben mit unserer Region einiges zu bieten. Wünschenswert wäre, wenn zur EM die Unterkünfte voll wären.“

CDU würdigt „Mobilitätsqualität“ in Rhein-Berg

Touristikerin Wilhelm wies darauf hin, dass es auch um die Akzeptanz in der eigenen Bevölkerung für auswärtige Besucher gehen müsse. Sozialdemokrat Dr. Klaus-Georg Wey brachte ins Spiel, auch mit Bundesligist Leverkusen Kontakt wegen einer möglichen Kooperation aufzunehmen.

Christdemokrat Johannes Dünner stellte daraufhin scherzhaft eine Abstimmung über die Frage Bayer Leverkusen oder 1. FC Köln in den Raum, um dann ernsthaft fortzufahren: „Wir haben einen sehr guten ÖPNV, warum sollten wir den nicht auch als Standortvorteil anbieten! Wir haben nicht nur Aufenthaltsqualität, sondern auch Mobilitätsqualität.“