Abo

2.2.2022Wenige Rhein-Berger wollen an Schnapszahldaten heiraten

2 min

Unterschiedlich gefragt sind die 2er-Hochzeitsdaten in diesem Jahr in den verschiedenen Kommunen.

Rhein-Berg – Heiraten in Bergisch Gladbach kann sowas von attraktiv sein. Das Ambiente stimmt im Historischen Ratssaal, ein Mix aus Nostalgie und Romantik begleitet die Pärchen. Das Bergische Museum und das Grandhotel, beide in Bensberg, bieten Flair besonderer Art.

In wenigen Tagen kommen die Schnapszahl-Hochzeits-Daten. Der 2.2.22 und der 22.2.2022 – theoretisch auch der 20.2.22, doch der fällt zum Unglück der Zahlenakrobaten in diesem Jahr auf einen Sonntag und dürfte damit höchstens ein Termin für kirchliche Trauungen sein. Wegen der vielen Schnapszahlen freuen sich die Hochzeiter. Sollte man meinen.

Ziffern mit Erinnerungswert

Für alle, die griffige Daten lieben, ist so etwas ideal. Und den Ehemann, der den Hochzeitstermin vergisst, gibt es dann auch nicht mehr. Die Ziffern haben Erinnerungswert.

Aber tatsächlich ist an diesen Tagen auf dem Gladbacher Standesamt nicht mehr los als an den ganz gewöhnlichen Tagen. Nur zwei standesamtliche Hochzeiten sind bislang angesetzt, und zwar am 22. Februar. Am 2. Februar herrscht gähnende Leere vor dem Standesbeamten oder der Standesbeamtin. Die Hoffnung, dass es kurz vor knapp noch mehr Paare werden, ist nicht sehr groß. Heiraten will geplant sein, und Vorlaufzeiten von einem halben Jahr und länger sind keine Seltenheit.

17 Gäste sind im Standesamt erlaubt

Nur drei oder vier Wochen vorher zu entscheiden, wäre fast schon spontan. Nun ist gerade auch Pandemie, was für Feiern mit vielen Gästen eher hinderlich ist. Neben dem Paar und dem Standesbeamten dürfen aktuell nur 17 weitere Personen in den Trauungsort im Rathaus, und da sind Kinder, Trauzeugen und Fotograf schon einberechnet. Ein 3G-Nachwies ist obligatorisch, nur Corona-Genesene, Negativ-Getestete oder Doppeltgeimpfte dürfen mitanstoßen auf das Jawort.

Außerdem ist Februar. Für das Draußenfeiern ist der Monat nicht ideal, Dunkelheit, Kälte, da geht kein Heiratswilliger und keine Heiratswillige gerne raus. Ab Mai beginnen klassische Heiratsmonate. Nur bieten die diesmal nicht die besonderen Zahlenkombinationen. Offenbar schreckt die aktuelle Lage ab.

Das könnte Sie auch interessieren:

Ganz anders als in der größten Kommune des Kreisgebiets sieht’s in der kleinsten aus: In Odenthal traut man sich. Schon im Januar meldete das Standesamt einen komplett ausgebuchten 22. Februar und einen fast ausgebuchten 12.2., trotz ungünstiger Wochentage. Der 2.2. wurde in Odenthal bereits von einigen Kurzentschlossenen nachgefragt, die aber ihre Papiere nicht schnell genug zusammen bekamen.