Internetplattform ShakeboxSo klappt's auch mit dem Gruppenurlaub

Timo Schumacher (l.) hat mit Alexander und Michael Baum (r.) die Plattform für die Firma Shakebox entwickelt.
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- Reisebüroinhaber Timo Schumacher weiß, dass es oft nicht einfach ist, Gruppenreisen zu organisieren.
- Nun will er mit dem Startup Shakebox die Organisation von Gruppenreisen einfacher machen.
- Bislang sind 700.000 Hotels auf der ganzen Welt an das Unternehmen angebunden.
- Wir erklären, wie Shakebox funktioniert.
Bergisch Gladbach – Wo soll die Reise denn hingehen? Diese eine Frage löst in kleinen wie großen Gruppen schnell ganz viele Ideen, Wünsche und Begehrlichkeiten aus. „Die Reiseteilnehmer werden sich oft nicht einig. Das ist ganz schwierig zu organisieren. Und genau dieses Problem wollte ich lösen“, erklärt Timo Schumacher. Der Reisebüroinhaber aus Bergisch Gladbach hat dazu ein neues Online-Portal für die Reiseplanung vor allem für Gruppenreisen entwickelt: „Shakebox“. Mit dem Unternehmen ist er seit Jahresanfang im Netz.
Ob Städtereise, Junggesellenabschied, Kegeltour, Sporttrip, Wanderreise oder Strandurlaub – mit sechs, zehn oder 15 Leuten, als Familie oder zu zweit: Mit dem neuen Startup sollen Planung und Organisation einfacher ablaufen. „Es sind die Gruppenreisen, die mich angespornt haben, etwas Neues auf den Markt zu bringen“, erzählt der 30-jährige Reisefachmann. Immer wieder hat Schumacher in seinem Reisebüro im Gladbacher Stadtteil Schildgen den Stress in den Gruppen mitbekommen. Schumacher: „Ständig hat es Änderungen gegeben.“ Auch Privatleute seien mit der Organisation oft überfordert. Selbst über Plattformen wie Whatsapp könne eine Reiseidee schon mal ins Leere laufen.
Ein Jahr lang wurde der Online-Auftritt optimiert
„Ich habe mir überlegt, eine komplett neue Marke zu entwickeln, um die Zielgruppe zu erreichen“, erzählt der Unternehmer. Als Reisefachmann sei er aber nicht der Experte für das Online-Geschäft. Für dieses Spezialwissen holte er sich Michael und Alexander Baum ins Boot. 2018 ist die Shakebox GmbH gegründet worden. „Dann haben wir an der Entwicklung der Internetplattform ein Jahr gearbeitet“, erzählt der Geschäftsführer. In den vergangenen Monaten sei mit Hochdruck der Online-Auftritt optimiert worden. Michael Baum ist in der Entwicklung primär für das Qualitätsmanagement und für das Backend zuständig, das ist der Teil einer Applikation, der nicht für den Benutzer sichtbar ist. Alexander Baum ist für das Frontend der Präsentationsebene zuständig, das heißt für den Teil, den der Betrachter sehen kann.
Die Gründer
Timo Schumacher, 30 Jahre
2007 – 2010 Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann
2011 Gründung von Reisehaus Schumacher
Alexander Baum, 47 Jahre
1996 - 1999 Ausbildung zum Bürokaufmann
2008 - 2012 Dozent für Softwareprogramme (Office)
seit 2013 Programmierer für Webseiten
Michael Baum, 37 Jahre
2003 – 2006 Ausbildung zum Bürokaufmann
2007 – 2011 Informatikstudium
seit 2012 in der IT-Branche tätig
Das Startup nutzt ein Büro in Refrath, über dem Refrather Reisebüro, das Schumachers Vater Hans-Rudolf Schumacher gegründet hat. Er ist ebenfalls Gesellschafter der Shakebox GmbH. Mit fünf Arbeitsplätzen reicht die Bürofläche gerade aus. Fünf Köpfe sind fast versenkt hinter großen Monitoren und Laptops. Neben Timo Schumacher, Alexander und Michael Baum haben dort auch Elena Schneider, Auszubildende zur Reiseverkehrskauffrau, und eine Praktikantin einen Arbeitsplatz.
700.000 Hotels und 50 Reiseveranstalter weltweit
Shakebox funktioniert nun so: Ein Mitglied einer Reisegruppe legt dort einen digitalen Ordner für eine Reise an. Dazu lädt er dann alle Mitreisenden ein, die den Ordner einsehen können. Darin wird die Reise erstellt und über alle Reisedetails informiert: Ziel, Zeitraum, Flüge, Unterkunft, Preis. Schumacher: „Da es für alle einsehbar ist, gibt es keine Diskussionen mehr.“ Damit werde die Reiseplanung vereinfacht und gleichzeitig digitalisiert.
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Reisebüros sind nach Auskunft von Schumacher immer noch stärker am Reisemarkt vertreten als Online-Portale. „Das wird sich aber ändern. Das Online-Geschäft holt weiter auf“, weiß der Reisefachmann aus eigener Erfahrung. Denn auch sein Portal sei auf dem Vormarsch: „750 Fluggesellschaften, etwa 700.000 Hotels und 50 Reiseveranstalter weltweit sind an unser Unternehmen angebunden.“
Beim sozialen Netzwerk und Onlinedienst Instragram freut sich Schumacher über 1400 Leser. Zukünftig sollen Reiseblogs und -videos produziert werden. Auch weiß der 30-jährige Unternehmer, dass es einen Markt für Konzert- oder Fußballreisen gibt. „Ich habe für ein Auswärtsspiel des 1. FC Köln in England ein Fantreffen organisiert. Alle sind ins selbe Hotel gebucht worden. Das war ein Riesenerfolg.“ Reisen kann verbinden, allein oder in Gruppen, weiß Schumacher sicher – so sicher, dass er weiß, wo die Reise hingeht.


