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SülztalhalleBald kommt wieder Bewegung auf die Kürtener Schulbaustelle

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Das Foto zeigt den Rohbau der Sülztalhalle

Die Sülztalhalle Kürten wird saniert

Die Gemeinde Kürten hat ein neues Planungsbüro für die Objektplanung von Sülztalhalle und Gymnastikhalle am Schulzentrum Kürten ausgewählt

Auf der Baustelle an der Gesamtschule waren die neuen Planer noch nicht. Das wird sich in den kommenden Tagen ändern: Ein Starttermin, Kickoff genannt, steht im Rathaus von Kürten an. Ausführlich austauschen werden sich die Projektplaner an diesem Tag mit den Akteuren der Verwaltung, mit Bürgermeister Mario Bredow, dem Projektverantwortlichen Michael Advena (Geschäftsbereichsleiter Bauen und Technische Dienste) und Projektplaner Sebastian Miederhoff.

Einziges Thema des Tages: die Fortsetzung der Bautätigkeiten für die Fertigstellung von Sülztalhalle (Kernsanierung) und Gymnastikhalle (Neubau nach Abbruch). Beide verharren seit vergangenem Herbst im Rohbau, nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und dem vorherigen Planungsbüro.

Kein weiterer Stillstand

Einen zweiten Winter des Stillstands soll es in Kürten auf keinen Fall geben. Bauleitung vor Ort Vor dem Stillstand hatte die Kommune für das kommende Jahr die Fertigstellung der beiden Sporthallen angestrebt. Ein Termin, der nach den Turbulenzen mit den bisherigen Planern nicht gehalten werden konnte: Vor den Sommerferien wurde das zweite Quartal 2028 genannt. Nach bisheriger Schätzung liegen die Baukosten für die beiden Sporthallen bei 20,45 Millionen Euro.

Für das Gesamtprojekt einschließlich Abbruch und Neubau der Schulgebäude auf dem Schulgelände (die sogenannte Vorzugsvariante) kalkuliert derzeit die Verwaltung mit rund 120 Millionen Euro. „Die Planer haben sich bislang in die Materie eingearbeitet“, erklärt Mario Bredow, die Verwaltung habe ihnen die Planungsunterlagen übermittelt. Am 10. August, exakt zum angepeilten Termin, hatten die Verantwortlichen der Verwaltung den Zuschlag für das neue Planungsbüro erteilt.

Büro ausgewählt

„Es ist ein Büro aus der Region“, sagt Bredow. Vorstellen wollen sich die Planer im Sanierungsausschuss am 17. September, ab 17.30 Uhr wird an diesem Nachmittag öffentlich im Bürgerhaus am Stockhausen-Platz getagt. Gemäß der Vergabeausschreibung mussten die interessierten Planungsbüros ausführliche Expertisen und Referenzen vorlegen und auch erklären, wie sie die Bauleitung vor Ort umsetzen wollen. Wie der Bürgermeister ergänzt soll es in der Sitzung am 17. September auch eine aktualisierte Kostenberechnung für die beiden Sporthallen geben sowie einen neuen Zeitplan.

Danach wird man klarer sehen, ob ab dem zweiten Quartal 2028 die beiden Sporthallen von Gesamtschülern, von Grundschülern sowie den Vereinen genutzt werden können. Das neue Planungsbüro übernimmt die Planungen ihrer Vorgänger. Im Rohbau sind die beiden Sporthallen bereits fertig, es muss aber noch sehr vieles von den beauftragten Firmen erledigt werden. „Wir sind auch im Austausch mit den Unternehmen“, sagt Kürtens Bürgermeister.

Ob das Miteinander funktionieren wird, ist eine der wichtigsten Fragen derzeit. Schließlich liegt auch hinter den meist im Handwerk anzutreffenden Firmen eine Wartezeit von mittlerweile zehn Monaten. Andere Aufträge drängen ebenfalls und im Handwerk greift der Fachkräftemangel um sich. Der Bürgermeister setzt darauf, dass sich alle Akteure über die Wiederaufnahme der Bautätigkeiten verständigen.

Auswirkungen auf den Schulsport

Der Zeitfaktor ist für die Verwaltung von großer Bedeutung: Je länger die Bautätigkeit ruht, um so teurer könnte die Schlussrechnung ausfallen. Die beiden Sporthallen sind die Hauptorte für den Schulsport am Schulzentrum in Kürten. Seit dem Baustart behelfen sich Gesamtschüler und Grundschüler provisorisch, Teile des Schulsports sind ausgelagert in benachbarte Sporthallen, die Oberstufenschüler der Gesamtschüler absolvieren ihre Sportstunden auch im privaten Fitnessstudio am Hallenbad im Ortsteil Broch. Teile des Schulsports der Mittelstufe finden im Foyer der Gesamtschule statt. Auch die betroffenen Sportvereine haben ihre Sportangebote ausgelagert.

Nach Fertigstellung wird es neben der Gymnastkhalle (ehemals Hallenbad, umgebaut mit Fördermitteln vor etwa 25 Jahren) auch wieder eine große Dreifachsporthalle geben. Im Entwurf des ersten Planungsbüros ist vorgesehen, dass die Sülztalhalle wie vor dem Umbau als öffentliche Versammlungsstätte für rund 1600 Personen genutzt werden kann. Die Technik der Halle ist komplex und auf modernste Technik ausgelegt.

Lüftung auf dem Dach

Auf dem Dach wird es eine regulierbare Lüftungsanlage geben, mit einem bis zu vierfachen Luftwechsel pro Stunde bei maximaler Nutzung. Geplant ist auch eine hoch effiziente Heizstrahldecke für die Mehrzweckhalle. Sie wird ein leichtes Gründach erhalten und eine Vorrüstung für eine Photovoltaikanlage. Wände, Böden, und Dach werden neugedämmt und erfüllen einen KfW-100-Standard, was einem Neubau entspricht.

Die neue Gymnastikhalle wird als Hybridbau entstehen, mit dem Erdgeschoss in Massivbauweise und dem Obergeschoss in Holzbauweise. In der Ausschusssitzung könnte es auch Informationen geben zum Neubau der Gesamtschulgebäude, der vor den Ferien vom Rat ausgewählten Vorzugsvariante. Weil auf dem Sportplatz die neue Schule entstehen könnte, ist die Verwaltung in der Plicht, ein Ersatzgelände für den Sportplatz zu finden. Das darf nach einmütiger Aussage der Verwaltungsführung nicht all zu weit etfernt liegen vom bisherigen Standort.

Auf erfolgreiche Gespräche mit möglichen Grundstückseigentümern setzt der Projektverantwortliche Michael Advena. Er hatte nach eigener Aussage die Ferienzeit für intensive Sondierungen nutzen wollen. Der Sportplatz liegt im Eigentum der Kirchengemeinde St. Marien Kürten, die Gemeinde hat einen sehr langjährigen Pachtvertrag zur Nutzung abgeschlossen.