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Weltweite AktionenHilfsorganisation aus Lindlar unterstützt Afrika

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Vorstand der Opam Deutschland

Reisen der Opam Deutschland werden von Mitgliedern selbst gezahlt.

Opam Deutschland ist unter anderem in Afrika und Asien aktiv und möchte Lebenswege positiv beeinflussen.

Das Alphabetisierungsnetzwerk Opam Deutschland, das weltweit Bildungsprojekte unterstützt, hat in Kürten und Lindlar wichtige Pfeiler seiner Arbeit. Der Vorsitzende Werner Mays wohnt in Kürten, von dort steuert er die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Die Geschäftsstelle wird von Lindlar-Linde aus geführt. Für das Jahr 2022 hat Mays soeben die Finanzstatistik abgeschlossen.

Demnach gab Opam Deutschland 261.619,62 Euro für insgesamt 25 Projekte aus. Für die Vereinsführung wurden demnach nur 1,03 Prozent ausgegeben. Mays und seine Mitstreiter im Vorstand legen Wert darauf, dass sie alle Reisen im Dienste von Opam selbst bezahlen. Denn möglichst viel von den gespendeten Beiträgen soll bei den Projekten ankommen.

Schulbildung ermöglichen

Opam ist weltweit aktiv. Eine der jüngsten Initiativen widmet sich den Folgen der Lepra, einer durch Bakterien ausgelösten Infektionskrankheit. Auch in Südindien tritt Lepra auf und oft führt der Anblick der Erkrankten zu einem Sog aus physischen, psychischen und sozialen Problemen, berichtet Mays. Nicht mit Lepra infizierte Kinder kranker Eltern würden diskriminiert. Isolation und Armut seien die Folge.

Der Schulbesuch sei aufgrund sozialer Ausgrenzung kaum möglich. „Die Krankheit ihrer Eltern sollte nicht über ihr Schicksal entscheiden“, erklärt ein Mediziner vor Ort. Mit einem Hilfsprogramm möchte Opam die beruflichen Fertigkeiten der Kinder fördern und den Lebensweg positiv beeinflussen.

Unterstützung für Uganda und Pakistan

Im afrikanischen Staat Uganda wird in einem Dorf eine Schule erweitert, ein Pfarrer unterstützt. Das neue Gebäude wird gerade fertiggestellt, neue Betten für den Schlafraum zusammengeschweißt. Um 100 Schüler mit Matratzen und Schulbänken auszustatten, hat Opam ein neues Hilfeprojekt aufgelegt. „Wir von Opam wollen die Arbeit unterstützen. Wer hilft mit?“, fragt Werner Mays. Eine Schulbank kostet umgerechnet 41 Euro, ein Matratze 28 Euro.

In Pakistan geht es um den Schulbesuch von 53 Kindern. Es müssen Schulgebühren bezahlt werden, Schreibmaterial und Bücher. Kinder, die in die nächste Klasse kommen, erhalten ein Geschenk. Waisenkindern möchte Opam die gesamte Schulausbildung finanzieren, ebenso Kindern armer oder politisch oder religiös ausgegrenzter Familien. 40 Prozent aller Kinder in Pakistan sind nach wie vor Analphabeten.

Obwohl die Regierung dieses Problem zu lösen versuche, seien es vor allem die privaten Aktivitäten, die eine gewisse Hoffnung machten, sagt der Opam-Vorsitzende. „Wenn Hunger und Durst gestillt sind und die größte Not gemildert ist, bietet Bildung die Möglichkeit, Menschen dauerhaft aus ihrer Situation herauszuhelfen“, beschreibt Werner Mays den übergreifenden Leitgedanken der Alphabetisierungshelfer.