In Kürten ist Ratsfrau Viola Rossol-Pfau im Alter von 74 Jahren verstorben.
Ratspolitikerin verstorbenKürten trauert um Viola Rossol-Pfau

Viola Rossol-Pfau, hier nach der Vereidigung von Bürgermeister Mario Bredow, ist im Alter von 74 Jahren verstorben
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Über viele Jahrzehnte galt die CDU-Ratsfrau Viola Rossol-Pfau als Institution für die sozialen Belange der Kürtener Bürgerinnen und Bürger. Stets ergriff sie das Wort, wenn es um die Interessen der älteren Mitbürger sowie der Kinder und Jugendlichen ging.
Am 26. Februar ist Viola Rossol-Pfau im Alter von 74 Jahren verstorben. Dem Gemeinderat in Kürten gehörte die pensionierte Lehrerin ununterbrochen seit dem Jahr 1989 an, insgesamt über einen Zeitraum von 37 Jahren. Bei der jüngsten Kommunalwahl im September hatte sie für ihren Heimatwahlkreis Eichhof das Direktmandat gewonnen und war in den Kürtener Gemeinderat eingezogen.
Neuen Bürgermeister vereidigt
Als dienstältestes Ratsmitglied hatte Viola Rossol-Pfau auf der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 5. November den neugewählten Bürgermeister Mario Bredow (parteilos) vereidigt und in sein Amt eingeführt. Den Vorsitz im Schul-, Generationen- und Sozialausschuss zu führen, war ihr Plan für die anstehende Wahlperiode bis 2030 gewesen. In ihrer Partei, der CDU, und auch im Kürtener Rathaus ist die Bestürzung über den Tod der engagierten Ratsfrau groß.
In einer Kondolenzadresse würdigt Bürgermeister Bredow das Wirken der Ratspolitikern. Sie habe sich durch ihr Engagement, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre fachliche Kompetenz die Wertschätzung der Ratskollegen und Einwohner der Gemeinde Kürten erworben, erklärt Bredow.
Die Gemeinde Kürten trauere um eine „anerkannte und geschätzte Kommunalpolitikerin“. Sie werde in bleibender Erinnerung behalten. In den vergangenen Jahren hatte sich Viola Rossol-Pfau auch für die Interessengemeinschaft Eichhof-Sülze engagiert.
Erhalt der Alten Schule
In Eichhof, wo sie rund fünf Jahrzehnte mit ihrer Familie lebte, kümmerte sie sich um den Erhalt der Alten Schule. Schon zu Zeiten des damaligen Jugendzentrums hielt sie engen Kontakt zur Einrichtung. Als nach dem Wegzug der Jugendeinrichtung die Zukunft der ehemaligen Eichhofer Volksschule auf dem Spiel stand, war sie eine engagierte Fürsprecherin für den Erhalt des Gebäudes. In der Interessengemeinschaft hatte sie zuletzt mit Gleichgesinnten Aktivitäten gestartet, um das Haus als Bürgerzentrum für die Eichhofer Bürger zu etablieren.
Viola Rossol-Pfau war unter anderem auch Gründungsmitglied der Initiative Kita Kreisel in Eichhof, der Kürtener Tafel und des Kürtener Geschichtsvereins. Gefragt, welcher Ort ihr liebster sei, antwortete sie, dies sei das Nachbardorf Sülze, „mit Blick auf Eichhof“. In den politischer Gremien hatte sie von 1994 bis 1999 die Leitung des Sozialausschusses inne, von 2014 bis 2020 des Zukunftsausschusses und von 2020 bis 2026 erneut des Sozialausschusses.
Bei der Kandidatur zur Kommunalwahl 2025 war Parteikollege Dirk Irlenbusch als persönlicher Ersatzbewerber für die Politikerin angetreten. Viola Rossol-Pfau hinterlässt eine Tochter und vier Enkelkinder.

