In der Juli-Sitzung des Rates soll die Entscheidung fallen, wie es mit der „Klimafreundlichen Modellsanierung“ der Schule weitergehen soll.
PlanungsstoppNeues Büro hat zwölf Wochen Zeit für die Zahlen zur Gesamtschule Kürten

Die Visualisierung zeigt, wie die neue Gesamtschule Kürten einmal aussehen könnte.
Copyright: Pannhausen und Lindener
Mittwoch, 15. Juli 2026. Das wird der Tag der Entscheidung für die „Klimafreundliche Modellsanierung“ der Gesamtschule Kürten. Auf Nachfrage bestätigt Bürgermeister Mario Bredow (parteilos), dass an diesem Tag auf der Tagesordnung des Gemeinderates der Beschluss zur Schulsanierung stehen wird.
Weitermachen wie bisher – weitermachen mit Abstrichen/Einsparungen – zunächst nicht weitermachen und nur die beiden Sporthallen noch zu Ende bauen – Neubau der Gesamtschule: Diese Optionen sollen bis zur Ratssitzung mit Zahlen hinterlegt werden. Anhand der Ergebnisse soll eine Entscheidung gefällt werden.
Derzeit gilt quasi ein Planungsstopp für die Gesamtschule
Bis dahin gilt quasi ein Planungsstopp: Bis auf die Vergaben der Objektplanung für die im Rohbau befindlichen Sporthallen sollen keine neuen Aufträge vergeben werden. Nach dem von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Grundsatz-Stopp hatte sich die Politik auf dieses Vorgehen verständigt. „Wir haben ein Büro mit der Ermittlung der Varianten beauftragt“, sagt der Bürgermeister. Verschiedene Büros seien von der Verwaltung angesprochen worden, eines habe den Zuschlag bekommen.
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Die Experten hätten nun zwölf Wochen Zeit, um alle Zahlen zusammenzutragen. Auch Folgen einer Planungsunterbrechung, auf die sich in der Vergangenheit die Politiker verständigt hatten, sollen noch einmal auf den Tisch kommen. Wunsch der Politik ist es, dass alle Dinge zur Schulsanierung untersucht und Vorschläge zu Kosteneinsparungen ermittelt werden.
Die geschätzten Kosten liegen bei 124 Millionen Euro
Für das seit mehreren Jahren laufende Projekt liegen die geschätzten Kosten derzeit bei 124 Millionen Euro einschließlich Risikoaufschlag. Als die Planungen begannen, lagen die prognostizierte Ausgaben bei 28 Millionen und es gab Hoffnung auf stattliche Fördermittel. Diese Mittel liefen an Kürten vorbei, die Kosten explodierten.
Bredow versichert, dass die unabhängigen Prüfer alle Unterlagen zum Projekt bekämen und in der zur Verfügung stehenden Zeit der Politik eine Analyse vorlegten. Nicht nur die steigenden Ausgaben, auch der überraschende Ausstieg des Planungsbüros Pannhausen und Lindener hatte im vergangenen Jahr für Irritationen gesorgt.
Mehrere Interessenten haben sich auf die Ausschreibung hin gemeldet
Die Nachfolgesuche läuft derzeit. Von mehreren Interessenten, die sich auf die Ausschreibung hin gemeldet hätten, berichtet der Bürgermeister. Weiteres darf er nicht mitteilen, um die Vergabe zu Objektplanung und Objektüberwachung nicht zu gefährden. Anfang April, sagt Bredow, werde der Zuschlag der Ausschreibung angestrebt, zunächst nur für die Fertigstellung von Sülztalhalle und der Gymnastikhalle.
Das ausgewählte Büro habe anschließend drei Monate Zeit, um die Bedingungen zu prüfen; das passe gut in den Zeitplan der Kostenuntersuchung. Danach strebe die Verwaltung die schnelle Fortsetzung der Bautätigkeit an den Sporthallen an. Ob dieses Büro auch die Objektüberwachung für Sanierung und Ausbau der Gesamtschulgebäude bekomme, hänge von der Juli-Entscheidung der Politik ab, so Bredow.
Die Sporthallen sollen im vierten Quartal 2027 fertig sein
Die jüngste Ausschreibung beziehe sich nur auf den Weiterbau der Sporthallen. Im Kleingedruckten hatten die Kürtener in die Ausschreibung geschrieben, dass das Büro trotz Sporthallen-Zuschlags kein Anrecht auf die weitere Objektplanung habe.
Zunächst hatte der Zuschlag der Verwaltung im März stattfinden sollen. Nach jetziger Planung sollen die beiden Sporthallen im vierten Quartal 2027 fertiggestellt sein. Den Nutzungsbeginn der Sülztalhalle hat die Verwaltung auf November 2027 festgelegt. Im ersten Quartal 2028 soll die Bauphase für die Schulgebäude S und N beginnen (27 Monate Bauzeit), im dritten Quartal 2030 die Bauphase für die Gebäude H und M (24 Monate Bauzeit).
Danach sollen Um- und Einzüge folgen. Die Schulnutzung, das Ende der Bauarbeiten also, hat die Verwaltung bislang auf August 2032 terminiert, den Beginn des Schuljahres 2032/2033.

