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Landratswahl Rhein-BergMitarbeiter der Stadt sind im Turboeinsatz für die Briefwahl

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Gladbachs Wahlleiter Frank Bodengesser (vorne r.) versendet mit den Kollegen 30 000 Briefwahl-Unterlagen.

Rhein-Berg – „Angesichts der zunehmenden Zahl von Briefwählern ist eine Stichwahl nur zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang kaum noch zu stemmen“, sagt Gladbachs Wahlleiter Frank Bodengesser.

Vom Gärtner bis zum Beamten aus dem gehobenen Dienst, vom Stadtwächter bis zum Fachbereichsleiter – rund 40 Mitarbeiter der Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung sind seit Mittwochmorgen nur mit einem beschäftigt: Sie versenden die Briefwahlunterlagen für die Stichwahl für das Amt des Landrats am 8. Oktober.

„Wir haben die Poststelle in der Verwaltung für drei Tage geschlossen, die Stadt Köln hilft uns beim Frankieren, und die Post stellt größere Wagen zur Verfügung“, berichtet Gladbachs Wahlleiter Bodengesser.

30 000 Briefwahlumschläge müssen er und seine Kollegen bis zum Freitag auf den Postweg gebracht haben. Einige weitere Tausend verschicken die kommunalen Verwaltungen in den übrigen Städten und Gemeinden des Kreises. Jeder Wahlberechtigte, der bereits für den ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag die Briefwahl beantragt hatte, bekommt auch für die Stichwahl automatisch die Briefwahlunterlagen zugeschickt.

Am Mittwochmorgen waren die Vorlagen für die neuen Stichwahlzettel bei den Kommunen eingegangen. Am Vorabend hatte der Kreiswahlausschuss das Endergebnis der ersten Runde der Landratswahl bestätigt: Keiner der fünf Kandidaten hatte im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Deshalb müssen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, Stephan Santelmann (CDU) und Tülay Durdu (SPD), noch einmal gegeneinander antreten.

Nicht nur die Wähler müssen noch einmal zur Wahlurne, auch für die Besetzung der Wahllokale am Wahlsonntag (Direktwahlbüros im Vorfeld gibt es diesmal nicht) sucht die Kreisstadt noch Wahlhelfer. Da bei der Landratswahl auch 16- und 17-jährige Jugendliche sowie EU-Bürger mit Erstwohnsitz in Rhein-Berg wahlberechtigt sind, können sie sich auch diese Gruppen als Wahlhelfer beteiligen. Interessenten können sich im Wahlbüro unter (0 22 02) 14-24 14 melden.

Gerade bei den Jugendlichen könnte sich Wahlleiter Bodengesser noch eine höhere aktive Wahlbeteiligung vorstellen: Von den bei der Landratswahl wahlberechtigten 16-Jährigen hatten im ersten Wahlgang nur elf Prozent ihre Stimme per Briefwahl abgegeben.

Wer die Briefwahl vor dem ersten Wahlgang nicht beantragt hatte und jetzt neu beantragen möchte, kann dies bei seiner Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung tun.

In Bergisch Gladbach ist der Antrag bis Donnerstag, 5. Oktober, möglich auf der Internetseite www.bergischgladbach.de, per E-Mail wahlbuero@stadt-gl.de, (0 22 02) 14 28 88. Die gelben Wahlbriefe müssen dann bis spätestens 16 Uhr am Stichwahlsonntag, 8. Oktober, im Briefkasten am Stadthaus oder am Rathaus liegen.