Nach Befragung73-Jähriger bestreitet, Piloten über Rösrath geblendet zu haben

Der 73-Jährige bestreitet weiterhin, die Piloten geblendet zu haben.
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Rhein-Berg – Der 73-jährige Mann, dessen Wohnung die Polizei nach Laser-Attacken auf Piloten über Rösrath durchsucht hatte, bestreitet, etwas mit den Attacken zu tun gehabt zu haben. Das teilte Polizeisprecher Christian Tholl nach Befragung des Tatverdächtigen durch die Kreispolizei auf Anfrage dieser Zeitung mit.
Wie berichtet, war die Polizei auf den 73-Jährigen gestoßen, nachdem an zwei Tagen hintereinander Piloten von Verkehrsmaschinen durch einen Laserstrahl geblendet worden waren. Am zweiten Abend mit derartigen Attacken war ein Polizeihubschrauber aufgestiegen, um nach dem Ursprung des Laserstrahls zu suchen.
Polizei hat keine weitere Ermittlungsansätze
Dabei wurde dann allerdings auch die Hubschrauberbesatzung von dem Laserstrahl getroffen, konnte laut Polizeisprecher Tholl aber genau den Balkon eines Mehrfamilienhauses in Forsbach beschreiben, von dem aus sie geblendet worden war. Polizeibeamte am Boden fuhren daraufhin zu der Adresse. Noch in der Nacht wurde ein Durchsuchungsbeschluss eingeholt. Allein: Die Beamten konnten kein Lasergerät in der Wohnung des 73-Jährigen finden.
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Nachdem dieser jetzt auch in der Vernehmung bestritten hat, mit den Attacken etwas zu tun zu haben, werde die Akte an die Staatsanwaltschaft abgegeben, so Tholl: „Derzeit gibt es keine weiteren Ermittlungsansätze.“ Deshalb würden auch alle fünf Laserattacken über Rösrath und dem angrenzenden Lohmarer Stadtgebiet mit dem Fall verbunden bleiben.
Vergleichbarer Fall 2019 in Gladbach
Was aus dem Fall einer im Januar 2019 erfolgten Laserattacke auf einen Polizeihubschrauberpilot in Bergisch Gladbach geworden ist, hat die Staatsanwaltschaft Köln jetzt auf Anfrage recherchiert. Der Pilot war damals bei einer Vermisstensuche vom Laserpointer eines 43-Jährigen aus einer Wohnung im Wohnpark Gronau an der Mülheimer Straße getroffen worden.

Mit diesem Laser (u.) an einem Nachtsichtgerät (o.) wurde 2019 ein Pilot in Gladbach geblendet.
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Nachdem der Angeklagte in der Hauptverhandlung die ihm zur Last gelegte Tat eingeräumt und Reue gezeigt habe, habe das Amtsgericht das Verfahren mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft eingestellt, so Staatsanwältin Lisa Klefisch, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Köln. Im damaligen Fall hatte die Polizei beim Tatverdächtigen ein Nachtsichtgerät mit anmontiertem Laser sichergestellt.


