Odenthaler BaugebietAnwohner kritisieren zu hohe Häuser

Andreas Duda, Jörg Zeutschel, Christian Reinermann, Ergün Gürcü, Melanie Barthum-Zeuschel, Camila Reinermann sowie die Kinder Tobias und Finja (v. l.) vor der Wiese, die bebaut werden soll
Copyright: dino
Odenthal – „Wir wussten, als wir hier einzogen, dass hinter unseren Grundstücken noch gebaut werden würde, aber wie das jetzt geschehen soll, finden wir nicht gut“, sagt Jörg Zeutschel, und seine Nachbarn nicken. In der Sankt-Engelbert-Straße regt sich Widerstand gegen die im Bauausschuss Anfang Oktober gegen die Stimmen der SPD beschlossene Änderung des Bebauungsplanes 31 A und den getroffenen Aufstellungsbeschluss.
Zu hoch die geplanten Häuser, zu nah an die eigenen Grundstücke rücken vor allem die geplanten Seniorenwohnungen, so die Kritikpunkte der Anlieger. Aus den vorher geplanten neun Metern Firsthöhe und einem Vollgeschoss seien nun 10,5 Meter und zwei Vollgeschosse geworden. „Dann haben wir künftig keine Sonne mehr im Garten“, befürchtet Camila Reinermann.
Politiker verweisen auf den Investor
Gespräche mit der Politik brachten nach Aussage der Anwohner kein befriedigendes Ergebnis. „Uns hat die Politik erklärt, wir sollten im Rahmen des beginnenden Beteiligungsverfahrens unsere Bedenken formulieren, dann könnten sie darüber noch einmal neu befinden“, berichtet Melanie Bathum-Zeutschel. „Der Investor habe ja schon mehrfach die Auslegung auf seine Kosten geändert, und er würde sonst ja nichts mehr erwirtschaften, wenn die Änderungen nicht beschlossen würden, lautete die Argumentation“, ergänzt ihr Mann Jörg.
„Ich habe das so verstanden, dass, wenn die Politik sich nicht entscheidet, der Investor abspringt, und das wäre der schlimmste Falle“, ergänzt Stephanie Meuter. „Wir wollten eigentlich erst ein Verkehrskonzept und ein Konzept für den gesamten 31 A haben“, sagt der Voiswinkeler SPD-Ratsherr Rolf Deiters. Denn außer der jetzt beschlossenen Bebauung der Wiese zwischen St.-Engelbert-Straße und dem Kindergarten ist auch noch die dahinterliegende Wiese bis hinauf zur Odenthaler Straße Land, das bebaut werden könnte.
Gespräch mit CDU-Ratsherrn Ralf Merkenich geplant
In der Diskussion der vergangenen Jahre tauchte immer mal wieder die Idee auf, auf der Wiese an der Odenthaler Straße einen Supermarkt anzusiedeln. Für diese Parzelle beschloss die Politik jedoch eine Veränderungssperre. Der potenzielle Betreiber hatte deutlich gemacht, dass es dafür rund 160 zusätzliche Wohneinheiten im Ort bräuchte. „Dafür wäre wohl auch noch eine Bebauung des Sonnenbergs nötig“, mutmaßt SPD-Chefin Ulrike Langer.
Das könnte Sie auch interessieren:
Das ist noch Zukunftsmusik. Die Bewohner der 2014 bezogenen Häuser an der St. Engelbert-Straße drückt erstmal die aktuelle Situation. Und diese werden sie heute Abend auch noch mit Ralf Merkenich, dem CDU-Ratsherrn für Voiswinkel, besprechen. „Ich habe den Anwohnern schon am Telefon gesagt, dass sie die Gelegenheit nutzen sollen, im Rahmen der Offenlage ihre Einsprüche einzureichen. Noch können wir Dinge verändern. Das Projekt muss sich an die Umgebungsbebauung anpassen“, findet der Voiswinkler.


