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Kommentar zur Kirchenfusion Gemeinden in Odenthal könnten kaum unterschiedlicher sein

Geistliche und Messdiener stehen um den Altar in St. Mariä Himmelfahrt Altenberg.

Die beiden katholischen Gemeinden in Odenthal sind fusioniert. Das kann auch eine Chance sein, meint unser Autor.

Die beiden katholischen Kirchengemeinden in Odenthal sind fusioniert, eine Atempause für Kirche, meint unsere Autorin.

Für einige Gemeindemitglieder von St. Pankratius war der Weg gestern kein leichter Gang. Obwohl die Odenthaler Kirche nur dreieinhalb Kilometer vom Altenberger Dom trennen, könnten die Gemeinden unterschiedlicher kaum sein.

Das tausendjährige St. Pankratius, ein historisches Schwergewicht, das den Ort geprägt hat, muss nun hinter dem weit jüngeren, aber seit Jahren an Bedeutung gewinnenden Altenberg zurücktreten. Mit dem Statusverlust der Pfarrkirche wird die Verschiebung der kirchlichen Gewichte augenfällig.

Das ist gerade für St. Pankratius bitter, das sich vermutlich eher einverleibt als zusammengeführt empfindet. Viel wird in der Zukunft davon abhängen, ob es gelingt, die Ehrenamtlichen beider Gemeinden auf Augenhöhe an einen Tisch zu bringen.

Odenthal: Fusion birgt auch Chancen

Betrachtet man die Fusion unter dem Aspekt von Gewinn und Verlust, dann birgt sie aber auch Chancen. Dass die beiden nun fusionierten Gemeinden mit nicht einmal 6000 Seelen auf der katholischen Landkarte zwischen den bis zur Unkenntlichkeit aufgeblähten Pastoralen Großeinheiten überhaupt noch eigenständig existieren, das haben sie dem Sonderstatus Altenberg als spirituellem Zentrum zu verdanken.

Eine Atempause für Odenthal. Denn dass dies angesichts der anhaltenden Erosion von Kirche und Mitgliederzahlen lange so bleiben wird, ist unwahrscheinlich.