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Ermittlung Neue Erkenntnisse zu tödlichem Unfall bei Odenthal – Polizei weist Gerüchte zurück

Ein Unfallaufnahmeteam der Polizei sichert Spuren auf einer Kreisstraße, auf der Kreidemarkierungen zu sehen sind.

Der Fußgänger der an Neujahr hier auf der Straße lag und bei einem Unfall tödlich verletzt wurde, hatte laut Polizei weniger als ein Promille Alkohol im Blut.

Die Polizei hat das erste Teilergebnis des toxikologischen Gutachtens zum tödlichen Unfall an Neujahr bei Odenthal erhalten.

Im Fall des am Neujahrsmorgen bei Odenthal-Scherf von einem Auto erfassten und dabei tödlich verletzten Fußgängers liegt der Polizei nun das erste Teilergebnis der toxikologischen Untersuchung vor. Das hat Polizeisprecher Christian Tholl am Donnerstag auf Nachfrage mitgeteilt.

Demnach hatte der 22-Jährige, der an Neujahr gegen 8 Uhr aus noch ungeklärtem Grund auf der Schallemicher Straße gelegen hatte und dort von einem Auto erfasst wurde, „unter einem Promille“ Alkohol in seinem Blut.

Der Wert sei „nicht so sehr aussagekräftig“, sagt Polizeisprecher Tholl. Er habe in seiner Zeit im Wach- und Wechseldienst auch schon Personen angehalten, die mit drei oder vier Promille noch gut Auto gefahren seien. Allerdings spiele dabei natürlich auch immer die körperliche Konstitution und der sonstige Konsum des Betreffenden eine Rolle, so Tholl.

22-Jähriger war vor tödlichem Unfall mehrere Kilometer gelaufen

Laut Rekonstruktion des letzten Wegs des 22-Jährigen hatte dieser nach einer Silvesterfeier in Odenthal-Scheuren auf dem Heimweg nach Odenthal-Eikamp zu Fuß bereits zwischen 2,6 und vier Kilometer (je nach eingeschlagenem Weg) bis zu der Stelle zurückgelegt, an der er am Morgen gegen 8 Uhr auf der Straße lag und überfahren wurde.

Wie berichtet hatte die Obduktion des Toten laut Polizei keine weiteren möglichen Todesursachen als die Verletzungen durch den Unfall auf der Schallemicher Straße am Neujahrsmorgen gegen 8 Uhr ergeben. Auch auf eine mögliche internistische Ursache, die erklären würde, warum der 22-Jährige auf der Kreisstraße lag, habe die Obduktion keine Hinweise erbracht, sagte Polizeisprecher Christian Tholl am Donnerstag auf Nachfrage.

Im Übrigen kursierten derzeit in der Bevölkerung noch weitere Spekulationen, für die es aber keine Anhaltspunkte gebe und an denen man sich daher nicht beteiligen werde, so Polizeisprecher Christian Tholl. Gleichwohl sei natürlich nachvollziehbar, dass sich Menschen zu erklären versuchten, warum der 22-Jährige am Neujahrsmorgen auf der Straße gelegen hat. Zunächst gelte es in jedem Fall, die weiteren Ermittlungen abzuwarten, so Tholl.