Zugmaschine eines Renntransporters mit mobiler Werkstatt brennt komplett aus. Ein Übergreifen der Flammen auf den Auflieger konnte verhindert werden.
Sperrung der B 484 in OverathFeuerwehr rettet Rennauto auf Lkw vor Flammen

Feuerwehrleute löschen den Lkw.
Copyright: Feuerwehr Overath
Plötzlich steigt Rauch unter der Motorhaube hervor. Wenig später schlagen bereits Flammen aus der Zugmaschine. Der Fahrer reagiert sofort, bringt den Sattelzug am Fahrbahnrand zum Stehen und verlässt das Fahrerhaus. Gerade noch rechtzeitig: Kurze Zeit später steht der vordere Teil des Lastwagens in Flammen.
Der spektakuläre Fahrzeugbrand hat am Donnerstagnachmittag für eine stundenlange Sperrung der B 484 in Overath gesorgt. Gegen 14.40 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei zur Kölner Straße in Höhe der Einmündung Burghof alarmiert. Besonders brisant: Auf dem Auflieger befanden sich ein Sportwagen sowie eine komplette Werkstattausrüstung für Motorsportrennen.
Wie Carina Höfelmanns von der Pressestelle der Kreispolizei auf Nachfrage mitteilte, war der 32 Jahre alte Fahrer aus Overath zuvor auf der Kölner Straße aus Richtung Hammermühle unterwegs. Nach etwa 500 Metern bemerkte er Rauch aus dem Bereich der Motorhaube. „Wenig später seien Flammen aus der Motorhaube gestoßen“, berichtet Höfelmanns. Der Mann hielt rechts an und konnte sich unverletzt aus dem Fahrerhaus retten.
Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Overath, Vilkerath und Heiligenhaus vor Ort
Als die Polizei eintraf, waren Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Overath, Vilkerath und Heiligenhaus bereits vor Ort und hatten mit den Löscharbeiten begonnen. Für sie galt es nicht nur, den Brand der Zugmaschine unter Kontrolle zu bringen, sondern vor allem ein Übergreifen der Flammen auf den Auflieger zu verhindern.
Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Auflieger
Dazu bauten die Einsatzkräfte eine sogenannte Riegelstellung auf. Mit zwei C-Rohren gingen Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen vor. Die Taktik zeigte Erfolg: „Es ist uns gelungen, ein Übergreifen auf den Auflieger zu verhindern“, berichtet Feuerwehrsprecher Marco Bücheler. Damit blieben sowohl der transportierte Sportwagen als auch die weitere Ladung unbeschädigt.
Die Zugmaschine selbst wurde dagegen schwer getroffen. Nach Abschluss der Löscharbeiten waren der Bereich um den Motor sowie die Fahrerkabine vollständig ausgebrannt. Bilder von der Einsatzstelle zeigen das Ausmaß: Die Front der Zugmaschine ist weitgehend zerstört, das Fahrerhaus ausgebrannt. Der Auflieger unmittelbar dahinter blieb hingegen erhalten.
Auch die Umgebung bekam die enorme Hitze zu spüren. Zwei Bäume am Straßenrand wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Bei ihnen sei „nun schon Herbst“, beschreibt Bücheler augenzwinkernd die Folgen. Die betroffenen Bäume sollen auf mögliche Schäden überprüft werden. Für die Löscharbeiten sperrte die Polizei die Kölner Straße vollständig. Dadurch war zeitweise auch die Abfahrt der A 4 in Overath nicht erreichbar. Nach Polizeiangaben dauerte diese Sperrung rund eine Stunde. Auf der B 484 selbst zogen sich die Arbeiten wesentlich länger hin. Nach dem Löschen mussten die Einsatzstelle gesichert, die Fahrbahn gereinigt und das ausgebrannte Fahrzeug geborgen werden. Eine Fachfirma schleppte den Sattelzug schließlich ab.
Erst nach rund viereinhalb Stunden konnte die Bundesstraße laut Polizei wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Warum die Zugmaschine während der Fahrt Feuer fing, ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (wg)
