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Füllstände sinkenAnhaltende Dürre trifft Talsperren im Bergischen

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Die Große Dhünn-Talsperre mit einem Füllstand von 62 Prozent im März.

Bereits im Frühjahr hatte der Wupperverband mit Blick auf die heißen Monate die Niedrigwasserabgabe der Großen Dhünn-Talsperre an die Dhünn verringert.

Die Große Dhünn-Talsperre ist aktuell nur zu 46 Prozent gefüllt. Vor einigen Monaten, im März, waren es noch 62 Prozent.

Aktuell ist es noch immer heiß und trocken, der Regen blieb in den Sommermonaten bisher größtenteils aus. Für die Umwelt kein gutes Zeichen und auch die Talsperren im Bergischen leiden unter der niederschlagsarmen Zeit. Im März dieses Jahres war etwa die Große Dhünn-Talsperre noch zu 62 Prozent gefüllt, aktuell sind es nur noch rund 46 Prozent. Um den Wasservorrat der Talsperre zu schonen, hatte der Wupperverband bereits im Frühjahr angefangen, die Niedrigwasserabgabe an die Dhünn zu reduzieren – von 1000 Liter pro Sekunde auf 700 Liter pro Sekunde am Pegel in Leverkusen (wir berichteten).

Das Problem: Im vergangenen Jahr hatte die Talsperre extrem unter der anhaltenden Dürre gelitten. „Deswegen haben wir mit Blick auf das Trockenjahr 2025 vorsorglich gehandelt“, erklärt Wupperverbandssprecherin Susanne Fischer auf Nachfrage. Die Große Dhünn-Talsperre erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig: Trinkwasserversorgung, Rohwasserbereitstellung, Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn und Hochwasserschutz. Seit dem Frühjahr hätten die Wasserversorger die Nutzung der Talsperre reduziert und andere Wasserquellen stärker in Anspruch genommen, so Fischer.

Normalerweise ist der Stand der Talsperre nicht so gering
Susanne Fischer, Wupperverbandssprecherin

Doch auch in diesem Jahr mache sich die Hitzeperiode und der fehlende Niederschlag bemerkbar. „Normalerweise ist der Stand der Talsperre nicht so gering“, erklärt Fischer, die allerdings betont, dass heutzutage andere klimatische Bedingungen herrschten, an die sich der Wupperverband anpasse. Einen „Normalzustand“ wie noch vor ein paar Jahren scheint es nicht mehr zu geben.

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Dass die Talsperre aktuell zu fast 50 Prozent gefüllt sei – und das trotz der Dürre des vergangenen Jahres – zeige, dass sich die Größe der Talsperre lohne, sagt die Wupperverbandssprecherin. Zum Vergleich: Wäre die Wupper-Talsperre zu 100 Prozent gefüllt, hätte die Große Dhünn-Talsperre mit rund 50 Prozent Füllstand immer noch mehr Wasser. Denn die Wupper-Talsperre fasst maximal rund 25 Millionen Kubikmeter, die Große Dhünn-Talsperre 81 Millionen Kubikmeter.

Füllstand der Wupper-Talsperre liegt bei 33 Prozent

Allerdings ist die Wupper-Talsperre aktuell nicht zu 100 Prozent gefüllt, sondern nur zu 33 Prozent. Und das bereitet dem Wupperverband Sorgen. „Das aktuelle Wasserwirtschaftsjahr 2026 ist im Wuppergebiet derzeit deutlich zu trocken“, teilt er mit. Die Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper – insbesondere die großen Speicher Wupper- und Bever-Talsperre (Füllstand: 66 Prozent) – unterstützten die Wupper. Mit dieser Niedrigwasseraufhöhung werde eine Mindestwasserführung in der Wupper aufrechterhalten. Was dem Fluss wegen der Trockenheit an Wasser zur Mindestwasserführung fehle, werde aus den Brauchwassertalsperren ausgeglichen.

Das passiert nun schon seit 111 Tagen, insgesamt 29 Millionen Kubikmeter hat die Wupper von den Brauchwassertalsperren erhalten. Weil der Wasservorrat in diesen deshalb so stark gesunken ist, passt der Wupperverband in Abstimmung mit der Bezirksregierung vorsorglich die Niedrigwasseraufhöhung der Wupper an. Soll heißen: Die Wupper-Talsperre wird laut Verband ab sofort so gesteuert, dass am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal nun in Trockenphasen rund 3000 Liter fließen statt 3500 Liter pro Sekunde. Zunächst gilt diese Regelung bis zum 30. September.

Wupperverband will die Talsperren weiter im Blick behalten

Im Gegensatz dazu sieht es bei den Trinkwassertalsperren des Verbandes besser aus. Neben der Großen Dhünn-Talsperre gibt es noch zwei weitere: die Herbringhauser Talsperre, zu 88 Prozent gefüllt, und die Kerspe-Talsperre, deren Füllstand bei 77 Prozent liegt.

„Aktuell können wir nur darauf hoffen, dass es bald regnet“, so Fischer. Doch auch ohne Regen bleibe bei der Großen Dhünn-Talsperre zunächst alles so, wie es ist: Eine weitere Reduzierung der Niedrigwasserabgabe an die Dhünn sei aktuell nicht geplant, sagt die Wupperverbandssprecherin. Doch der Verband behalte den Stand der Talsperre weiter im Blick, um im Fall der Fälle rechtzeitig reagieren zu können.