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Kommentar zum StellenplanDer politische Scherbenhaufen in Rhein-Berg ist groß

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Lesezeit 1 Minute
Landrat Stephan Santelmann sitzt an einem Tisch.

Landrat Stephan Santelmann musste sich von den Fraktionen heftige Kritik anhören.

Es ist schon bemerkenswert, dass sich die Mehrheit im Rheinisch-Bergischen Kreistag erneut so vom Landrat distanziert, findet unser Autor.

Dass sich die den Landrat politisch tragende Kreistags-Mehrheit nach den Chaos-Tagen des Jahres 2021 nun schon ein weiteres Mal so deutlich vom Verwaltungschef distanziert wie bei der Beschlussfassung über die Freigabe der mehr als 80 neuen Stellen, ist schon bemerkenswert.

Hätte Stephan Santelmann ein rotes Parteibuch, könnte man das als übliches Ritual in einer von den politischen Parteien geprägten kommunalen Demokratie abtun, doch Santelmann ist kein Roter, sondern ein Schwarzer mit grünen Ambitionen.

„Was ist da eigentlich los bei der Verwaltungsführung?“, hat die Grüne Ursula Ehren die Sache so treffend auf den Punkt gebracht. Und dennoch: Rund 80 Prozent der 80 neuen Stellen sind am Ende trotz aller Kritik doch noch freigegeben worden.

Die Chefinnen und Chefs der Rathäuser weisen aus ihrer Sicht zurecht darauf hin, dass ihnen die verbale Kritik der Kreistagspolitik allein gar nichts nützt, da ja keine größeren Taten gefolgt sind. Der politische Scherbenhaufen, auch wenn er adrett zusammengefragt wurde, ist und bleibt groß. Auf die Konsequenzen darf man gespannt sein.

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