Rhein-Berg – Wenn im westfälischen Paderborn „die saubersten Busse der Welt“ im Linienverkehr eingesetzt werden, dann kann es in Rhein-Berg doch nicht weniger ambitioniert zugehen. Daher hat das kommunalen Verkehrsunternehmen Wupsi, das der Stadt Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis gehört, den Auftrag bekommen, seine ältesten Dieselbusse in umweltfreundliche Verkehrsmittel umzuwandeln, die der aktuell schärfsten Euro-VI-Norm genügen.
Nun also schickt sich die Wupsi an, Paderborn zu folgen. Sie will 30 ihrer aktuell rund 150 dieselbetriebenen Linienbusse mit jenen SCRT-Filtern ausrüsten, die bis zu 95 Prozent des Feinstaubs und 92 Prozent der Stickoxide aus den Abgaben zurückhalten sollen. Seit dem 18. Juni hat das Verkehrsunternehmen einen Bus zu Testzwecken mit einem Filtersystem ausgerüstet und erste Messungen sollen die Angaben der Hersteller bestätigen.
20.000 Euro pro Bus
Die Nachrüstung kostet pro Bus rund 20 000 Euro. Kein Schnäppchen, aber für die jetzt geplante Nachrüstung von 30 Fahrzeugen, die nach und nach den Jahren 2019 bis 2024 geschehen soll, könnte die Wupsi gerade mal einen Elektrobus anschaffen. Nun hofft die Stadt darauf, bis zu 40 Prozent der Kosten vom Bund erstattet zu bekommen, der mit seinem „Sofortprogramm saubere Luft 2017 – 2020“ entsprechende Förderung in Aussicht gestellt hat. Die Gesellschafterversammlung der Wupsi hat dem Vorhaben seinen Segen erteilt, der Leverkusener und der Kreistag Rhein-Berg sollen nun folgen.
Der Finanzausschuss der Stadt hat sich noch nicht festgelegt und das Thema auf Antrag der Grünen in den Rat vertagt. Immerhin hieß es von Seiten der SPD, das sei gut investiertes Geld für eine wirksame Maßnahme, so Dirk Löb. Und Albrecht Omankowsky (CDU) befand, diese Nachrüstung sei deutlich sinnvoller und effektiver und bringe mehr für die Umwelt als der Einsatz von Elektrobussen. Leider sei die Gewährung der Fördermittel bisher noch nicht gesichert.
