In Bleifeld wurde eine weitere akustische Warnanlage installiert. So soll die Warninfrastruktur in Rösrath verbessert werden.
BevölkerungsschutzBleifeld wird zehnter Sirenen-Standort in Rösrath

Eine akustische Warnanlage wurde in Bleifeld installiert. (Symbolfoto)
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Am nächsten bundesweiten Warntag im September sollen in Rösrath zehn Sirenen zu hören sein. Dazu wurde in Bleifeld in dieser Woche eine weitere akustische Warnanlage installiert. Zeitgleich sollte auch der Sirenenstandort „Auf dem Rosenberg“ technisch erweitert werden, teilt die Stadt mit. Beide Maßnahmen dienten dazu, die Warninfrastruktur in Rösrath zu verbessern.
Sowohl die neue Sirene in Bleifeld als auch die technische Erweiterung am 2025 neu installierten Standort „Auf dem Rosenberg“ wurden durch den Bund im Rahmen des Sirenenförderprogramms NRW gefördert. Beide Sirenen inklusive Installation haben rund 53.000 Euro gekostet. Inzwischen sei der Fördertopf vollständig ausgeschöpft, so die Stadt auf Nachfrage. Ob es eine Neuauflage geben wird, ist nicht bekannt.
Sirenen gibt es an mehreren Standorten in Rösrath
Nach Abschluss der Maßnahmen hat Rösrath insgesamt zehn Sirenenstandorte, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Neben Bleifeld und „Auf dem Rosenberg“ befinden sich Sirenen in Lehmbach, im Ulmenweg, an der GGS Forsbach, der GGS Hoffnungsthal, am Schulzentrum Freiherr-von Stein, an der GGS Rösrath sowie an den Feuerwehrhäusern Kleineichen und Rambrücken.
Sirenen werden heute ausschließlich als Warnsignal für die Bevölkerung eingesetzt. Ältere erinnern sich vielleicht noch, dass in früheren Jahren auch die Feuerwehr durch Sirenen alarmiert wurde.
Erst 1975 wurde eine ständig besetzte Notdienstzentrale eingeführt
Bis Mitte der 1970er Jahre erfolgte die Auslösung der Sirenen in Rösrath noch von Hand, erläutert Stadtsprecher Marcel Roßmann. Erst 1975 wurde eine ständig besetzte Notdienstzentrale eingeführt, auf die der Notruf 112 geschaltet wurde. Dadurch konnten die Sirenen über Funksignale aus dem Sprechfunkkanal der Feuerwehren im Rheinisch-Bergischen Kreis ausgelöst werden. Somit wurden die Einheiten früher alarmiert und konnten schneller ausrücken.
Die ersten Funkmeldeempfänger, sogenannte „Piepser“, in den 1980er Jahren machten Sirenen für die Feuerwehren bereits entbehrlich. In den 2000er Jahren wurde die Alarmierung schließlich auf digitale Meldeempfänger umgestellt.
2013 begann der aktive Aufbau des Sirenennetzwerks
Parallel dazu verloren Sirenen mit Ende des Kalten Krieges auch ihren bis dahin aus politischen Gründen hohen Stellenwert für den Bevölkerungsschutz. Und gerieten im Zuge der weltpolitischen Entspannung nach und nach in Vergessenheit.
Zwar gab es laut Stadtsprecher Roßmann schon 2007 in Rösrath einen ersten Vorstoß, die damals vorhandenen fünf Sirenenanlagen zu reaktivieren. Es sei jedoch bei dem Vorhaben geblieben. Erst mit einem Erlass des NRW-Innenministerium im Juni 2013 begann auch in Rösrath der aktive Aufbau und die Reaktivierung eines funktionierenden Sirenennetzes für die Warnung im Ernstfall, informiert die Stadt.
Topographische Raster helfen bei der Standortfindung für Sirenen
An welchen Standorten Sirenen installiert werden, wird mithilfe eines topographischen Rasters ermittelt. Dabei spielen Hindernisse, Schallausbreitung, Bebauungs- und Bevölkerungsdichte eine Rolle. „Ziel“, so Stadtsprecher Marcel Roßmann, „ist die lückenlose Beschallung zur Warnung der Bevölkerung bei Notfällen“.
Auch der nächste Sirenen-Warntag am 10. September soll die Menschen wieder mit den unterschiedlichen Warnsignalen vertraut zu machen. So weist beispielsweise ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton auf eine Gefahrensituation hin, während ein einminütiger Dauerton Entwarnung signalisiert.
Die neue Sirene ist nur ein Bestandteil im modernen Warnsystem
Die neue Sirene in Bleifeld wird dann wie die anderen Warnanlagen nur ein Bestandteil im vielfältigen modernen Warnsystem sein. Denn heute werden Warnmeldungen auch über Warn-Apps wie NINA verbreitet.
Über das Themenfeld „Bevölkerungsschutz“ informiert die Stadt auch auf ihrer Webseite.
