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Annäherung im StadtratRösrather CDU und Grüne wollen eine gemeinsame Basis suchen

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Die Altvolberger Wiese ist bisher eine Freifläche, es ist dort aber ein Neubaugebiet geplant

An den Vorgaben für das Baugebiet Altvolberger Wiese schieden sich zuletzt die Geister, insbesondere von CDU und Grünen

CDU und Grüne sind Kooperationspartner im Rösrather Stadtrat. In der Sommerpause wollen sie über ihre Differenzen sprechen.

Gespannt blicken die kommunalpolitisch Interessierten in Rösrath auf die weitere Entwicklung der Kooperation von CDU und Grünen im Stadtrat. Seit dem Frühjahr fielen die beiden Fraktionen, deren Zusammenarbeit zuvor meist geräuschlos funktionierte, wiederholt mit unterschiedlichem Abstimmungsverhalten auf. Es stellte sich die Frage, wieviele Gemeinsamkeiten noch vorhanden sind. Gleichzeitig fanden sich die Partner bei den konträren Abstimmungen jeweils in anderer Gesellschaft, so dass der Gedanke an mögliche andere Bündnisse aufkam.

Zu den zwischen CDU und Grünen strittigen Themen zählten die Feststellung einer „Klimanotlage“ für Rösrath, die Vorgaben für den Bebauungplan Altvolberger Wiese und zuletzt auch die erwarteten Auswirkungen des künftigen PBN-Verfahrens auf die Flutroute über dem Königsforst und die Lärmbelastung insbesondere in Kleineichen. Bereits im März knirschte es, als der Beitritt der Stadt zum Zukunftsnetz Mobilität NRW auf Antrag der CDU vertagt wurde — angesichts der noch unbesetzten Mobilitätsmanagement-Stelle und zum Missfallen der Grünen.

Rösrath: Beide Partner befürworten Gespräche

„Wir haben das Ganze noch nicht nachbehandelt“, sagt CDU-Fraktionschef Marc Schönberger zu den unterschiedlichen politischen Akzenten der letzten Monate. „Das wird sicher in der Sommerpause passieren.“ Auch Stephan Mohr, stellvertretender Grünen-Fraktionschef hält Gespräche für sinnvoll. Er zeigt sich auch „zuversichtlich, dass man die Gemeinsamkeiten wieder findet“. Ähnlich äußerte sich Grünen-Fraktionschef Markus Plagge bereits im März: „Wir sollten Interesse daran haben, dass Zusammenarbeit sich wieder lohnt.“

„Wenn man unterschiedlich abstimmt, ist das manchmal enttäuschend“, sagt Mohr angesichts der Kontroversen der letzten Zeit. „Das ist eben so.“ Insbesondere beim Klimaschutz sieht er hohen Handlungsdruck und wünscht sich „mehr Geschwindigkeit“. So ließen sich die unterschiedlichen Sichtweisen der letzten Monate erklären.

Schönberger wiederum sieht weiteren Klärungsbedarf. Bei der Altvolberger Wiese seien die Grünen „kompromisslos“ aufgetreten und hätten sich einem politischen Paket mit deutlichen ökologischen Akzenten verweigert.

Er habe zuvor auch nur „am Rande“ mitbekommen, dass die Grünen gegen die Offenlage des Bebauungsplans Altvolberger Wiese stimmen würden. Was wiederum Mohr nicht so stehen lassen will: Es habe mehrere Gespräche mit dem Investor gegeben, an denen auch die CDU beteiligt gewesen sei. „Da haben wir unsere Ziele klar formuliert“, sagt Mohr. Diese verschiedenen Sichtweisen machen den Klärungsbedarf zwischen den Kooperationspartnern erneut deutlich.