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Experten analysieren BedarfRösrath braucht mehr Sportstätten

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Der Schulhof des Schulzentrums am Sandweg, abgetrennt mit grünem Zaun.

Als erstes Projekt empfiehlt die Expertengruppe die Umgestaltung der Schulhöfe, hier das Schulzentrum am Sandweg.

Fünf „Leitziele“ haben die Expertinnen und Experten für die Sportinfrastruktur in Rösrath formuliert.

Ziele für die Entwicklung der Sportangebote und Sportstätten in Rösrath hat ein Beratungsunternehmen zusammen mit einer lokalen „Expertengruppe“ erarbeitet. Ergebnis ist, dass Bedarf besteht für einen deutlichen Ausbau der Infrastruktur, auch für alltägliche Bewegungsmöglichkeiten auf Schulhöfen oder Wegen zum Joggen und Radfahren.

Federführend bei der Analyse des Bedarfs und der Entwicklung eines Konzepts für den Ausbau des Angebots war das „Institut für Kooperative Planung und Sportstättenentwicklung“, als Vertreter des Instituts stellte Wolfgang Schabert die Ergebnisse im Schul- und Sportausschuss vor.

Rösrather Vereine wurden befragt

Eingegangen ist eine Befragung der örtlichen Vereine, beteiligt waren Expertinnen und Experten aus Sport und Kommunalpolitik. Am Ende formulierte die Planungsgruppe fünf Leitziele und zahlreiche Empfehlungen für Rösrath.

Erstens fordert die Planungsgruppe attraktivere Wege zum Joggen und Radfahren, weil dies „Hauptfeld der sportlichen Betätigung“ sei, so Schabert. Sinnvoll seien bessere Radwege und gut beschilderte Wanderwege, insbesondere aber auch eine Rundlaufstrecke mit Fitnessgeräten.

Ein zweites Leitziel ist, in allen Ortsteilen frei zugängliche Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Im günstigsten Fall sollen das nicht nur Bolzplätze sein, sondern „multifunktionale Anlagen“, auch die anvisierte Skateanlage passt ins Konzept. Außerdem sollen die Schulhöfe „bewegungsfreundlich“ gestaltet werden.

Rösrath: Sporthallenbelegung soll optimiert werden

Ein drittes Leitziel ist, die Anlagen für Schul- und Vereinssport auszubauen. Bisher gebe es eine „deutliche Unterversorgung“, so Schabert. Die Arbeitsgruppe schlägt vor, ehemalige Sportplätze zu reaktivieren und am Sportplatz Venauen einen Kunstrasenplatz zu schaffen.

Als viertes Ziel hat die Arbeitsgruppe formuliert, die Belegung der Sporthallen „noch effektiver“ zu gestalten, dazu soll eine „Prioritätenliste“ für die Vergabe von Hallenzeiten erstellt und die Belegung noch transparenter gestaltet werden. Außerdem sollen die bestehenden Hallen „laufend erweitert werden“, wie Schabert erklärt.

Ein fünftes Leitziel betrifft die Bäder. Die Belegung soll „optimiert“ werden, das Freibad auch für den Schulsport nutzbar werden. Ins Gespräch bringt die Arbeitsgruppe eine Überdachung des Freibads im Winter durch eine „Traglufthalle“, also eine aufblasbare, elastische Hülle.

Als „Starterprojekte“ zum Einstieg empfiehlt die Arbeitsgruppe die bewegungsfreundliche Umgestaltung der Schulhöfe, die vorgeschlagene „Prioritätenliste“ für die Vergabe von Hallenzeiten und den Neubau der Turnhalle in Venauen als Dreifeldsporthalle.

In der Ausschuss-Diskussion wurde betont, dass es sich bei all dem um Vorschläge handelt. Diskussionsbedarf gibt es offenbar über einen Kunstrasenplatz in Venauen. Darüber hat die Kommunalpolitik zu entscheiden. Eine Umsetzung der Vorschläge soll laut Schabert in acht bis zehn Jahren erfolgen.