Wohnraum in ForsbachStadt Rösrath kann noch keine Details für Bebauung nennen

Das Baugebiet zwischen Kirchweg und Hedwigshöhe in Rösrath.
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- Bürger legen vor allem einen Wert auf eine angemessene Gestaltung des neuen Wohngebiets in Forsbach.
- Eine nötige Infrastruktur und soziale Einrichtungen werden gefordert.
- Die Stadt kann noch keine Antworten auf Detailfragen geben.
Rösrath – Auf überwiegend zurückhaltende Reaktionen trifft das angekündigte große Wohnungsbauprojekt in Forsbach. Wie berichtet, hat die Stadt Rösrath ihre Pläne für ein Gebiet zwischen Kirchweg und Auf der Hedwigshöhe aus der Schublade geholt. Bürger, die sich für die Stadtentwicklung engagieren, legen vor allem Wert auf eine angemessene Gestaltung eines neuen Wohngebiets.Unterdessen weist die Stadt darauf hin, dass noch offen ist, wie groß das Baugebiet sein wird und wie es aussehen soll.
Die Projektentwicklungsfirma Baum solle zunächst „erste Sondierungsgespräche“ mit den Grundstückseigentümern führen und damit klären, was dort zu realisieren sei. Die Stadt habe bewusst noch kein Bebauungsplan-Verfahren in Gang gesetzt, um frühzeitig die Eigentümer und andere Bürger einzubeziehen. Daher seien „Detailfragen zu Art und Umfang der Bebauung, zu den Flächengrößen des zu entwickelnden Areals und zur Struktur einer eventuellen Bebauung noch nicht zu beantworten“.
Eine Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern erwartet Hedy Schütz, die in der Bürgerinitiative „Rösrath gemeinsam gestalten“ aktiv und zugleich als Anwohnerin betroffen ist. Eine solche Struktur passe in das Umfeld, für einen verdichteten Wohnungsbau eigne sich das Gebiet nicht. Den Anwohnern sei klar gewesen, dass eine Bebauung „irgendwann kommt“. Die Bürgerinitiative wende sich nicht grundsätzlich gegen Neubauprojekte, wünsche sich aber „Augenmaß“ und umweltverträgliche Gestaltung.
Auch Klaus Hasbron-Blume, dem Vorsitzenden des Vereins Lebenswertes Sülztal, geht es vor allem um die Frage, „wie sich das in den Ort einfügt“. Es müsse die nötige Infrastruktur entstehen, auch soziale Einrichtungen. Zudem seien ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Anders als Schütz wünscht sich Hasbron-Blume in dem Gebiet auch „bezahlbaren Wohnraum“, nicht nur hochpreisige Häuser mit großen Grundstücken. Dagegen ist Hannelore zu Stolberg, Bürgerin aus Forsbach, „nicht erfreut“ über das angekündigte Bauprojekt. „Es wird wieder Wald und Wiese geopfert“, stellt sie fest, „anstatt nach innen zu verdichten.“

