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Umbau und SanierungGrundschule in Kirchherten soll noch weiter wachsen als bisher geplant

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Zu sehen ist die eingerüstete Geschwister-Stern-Schule in Kirchherten.

Die Sanierung und Erweiterung der Geschwister-Stern-Grundschule könnte deutlich umfangreicher und kostspieliger werden als ursprünglich geplant. Im Hintergrund rechts ist die Turnhalle.

Die neue Schulleiterin hat „Defizite in der Raumstruktur“ festgestellt, nun könnte es zu einer Umplanung kommen.

Im Jahr 2024 begannen Erweiterung, Umbau und Sanierung der Geschwister-Stern-Grundschule in Kirchherten. Nun, mitten in den noch lange nicht abgeschlossenen Arbeiten, könnte es zu einer Umplanung kommen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat vorsorglich die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Erweiterung der Schule beschlossen.

Das bisherige Konzept war mit der früheren Schulleiterin abgestimmt, die nicht mehr da ist“, sagte Dezernent Torsten Stamm im Ausschuss. Die neue Schulleiterin habe nun jedoch angeführt, dass dieses Konzept im Schulbetrieb zu Problemen führen werde. Die Mehrfachnutzung von Räumen für Unterricht und OGS werde so immer wieder Umbauten erforderlich machen, damit die Grundschüler am Morgen nicht die Arbeiten der Kinder aus der Nachmittagsbetreuung vom Vortag vorfänden.

Bedburg: Zwei weitere Geschosse auf der Turnhalle sind im Gespräch

Nun gehe es unter anderem darum, auf die Turnhalle zwei weitere Geschosse zu bauen und die Toiletten für Schülerschaft und Lehrpersonal zu trennen. „Funktionale Defizite“ habe die Schulleitung bei der Größe und Ausstattung des Lehrerzimmers angemeldet, ebenso fehlende Büro- und Besprechungsmöglichkeiten sowie unzureichende Lager- und Funktionsräume.

Der Bebauungsplan wurde auf den Weg gebracht, um sich gegebenenfalls Fördermittel zu sichern, für die es Fristen gebe. Laut Stamm käme ein Fördertopf des Landes für Kommunen im Rheinischen Revier infrage, aus dem die zusätzlichen Kosten zu 95 Prozent gedeckt werden könnten. Ob es tatsächlich zur Umsetzung kommt, wollen die Politiker später entscheiden. „Wir haben Bauchschmerzen“, sagte etwa Markus Klein (CDU). „Wir brauchen mehr Details, etwa zum Kosten- und Zeitplan.“

Auch Stamm räumte „Bauchschmerzen“ innerhalb der Verwaltung ein.  Rudolf Nitsche (SPD) empfand die Situation als „ärgerlich“. Schon jetzt müsse man sich Fragen nach der Dauer der Arbeiten gefallen lassen, jetzt komme wahrscheinlich eine weitere Verzögerung hinzu. Aber Nitsche sprach sich auch für eine Entscheidung für den Bebauungsplan aus. „Wenn wir jetzt nicht entscheiden, gibt es wieder eine Verzögerung.“

Ob man dem Wunsch der Schulleitung nachkomme oder die bisherige Planung ausreiche, könne man immer noch entscheiden. „Am Ende soll es eine gute Schule sein“, sagte Nitsche. „Wenn wir schon so viel Geld reinstecken, soll sie nicht von Beginn an mit Einschränkungen arbeiten müssen.“ Dem stimmte auch Jochen vom Berg für die Grünen zu: „Wenn es neue Erkenntnisse gibt, ist es gut, wenn sie umgesetzt werden.“

Markus Schmitz (CDU) mahnte an, die Elternschaft und die Schulpflegschaft mitzunehmen. „Das muss auch mit den Eltern abgestimmt werden“, sagte Schmitz. „Sonst kommt der nächste Schulleiter und hat die nächsten Wünsche.“ Zudem soll die Schulleiterin in der nächsten Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses das pädagogische Konzept und die Änderungen erläutern.