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DiamanthochzeitEva und Hermann Neppen aus Bedburg halten seit 60 Jahren zusammen

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Eine Frau und ein Mann lächeln in die Kamera.

Eva und Hermann Neppen sind seit 60 Jahren unzertrennlich. 

Hermann Neppens Mutter war nicht begeistert von den Heiratsplänen ihres Sohnes. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn er zu Hause geblieben wäre.

Hermann (86) und Eva (81) Neppen feiern heute ihre Diamanthochzeit. Kennengelernt hat sich das Paar 1964 an seinem Arbeitsplatz. Beide waren beim Panzerwerk in Quadrath-Ichendorf beschäftigt. Das Panzerwerk diente zwischen 1961 und 1993 als Instandhaltungsanlage des Heeres.

Bedburg: Gemeinsame Ausflüge nach Köln

Sie war dort als Abteilungssekretärin tätig, er als Panzerfahrer. Immer, wenn ihn sein Weg ins Büro führte, kamen sie ins Gespräch, fanden sich sympathisch und es entstand der Wunsch, sich privat wiedersehen zu wollen. Hermann Neppen wohnte mit der Familie in Quadrath-Ichendorf, der Vater war im Krieg vermisst, Eva Hamachers Elternhaus stand in Bedburg-Lipp.

Das Paar verabredete sich und unternahm etliche Ausflüge nach Köln oder traf sich mit Freunden. Silvester 1965 verlobten sich die jungen Leute, auch wenn das Mutter Neppen nicht recht war. „Schwiegermutter hätte es lieber gehabt, wenn ihr Sohn zu Hause geblieben wäre“, erinnert sich Eva Neppen.

Das Brautpaar, sie im weißen Kleid mit Schleier, er im Anzug mit Krawatte.

Das Ehepaar Neppen 1966 nach der kirchlichen Hochzeit.

Doch der Entschluss stand fest, am 10. Juni 1966 gaben sich die Neppens standesamtlich in Bedburg das Ja-Wort, kirchlich in der Pfarrkirche St. Ursula in Lipp. Das junge Paar bezog eine Wohnung im Obergeschoß ihres Elternhauses in Lipp. Am 18. Oktober 1967 wurde Tochter Claudia-Susanne geboren. Am 18. März 1974 folgte Tochter Britta.

Hermann Neppen war bis zur Schließung 1993 beim Panzerwerk tätig, wechselte dann zur Zuckerfabrik nach Bedburg und ging 2000 in Frührente. Eva Neppen war von 1980 bis 1986 in einem Schuhgeschäft tätig, danach bei der Firma Wagner in Bedburg als Sekretärin, von 1995 bis 2002 arbeitete sie in der Verbraucherzentrale in Bergheim. Ihre Ferien verbrachten die Eheleute auf Mallorca, auf Rhodos oder in Büsum an der Nordsee.

Immer wieder unternahmen sie auch Ausflüge in ihrgeliebtes Köln. Nach dem Tod der Eltern bezog das Paar das Untergeschoß des Hauses in Bedburg-Lipp und fortan war Hermann Neppen mit Arbeiten in und am Haus beschäftigt. „Er hat 90 Prozent seiner Kraft und Energie ins Haus gesteckt“, berichtet Eva Neppen stolz. Beim Fahrradfahren, Schwimmen und Wandern an der Ahr, schöpften sie Kraft für ihren Alltag.

Gefeiert wird die Diamanthochzeit am kommenden Samstag. Zunächst mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ursula, wo sie getraut wurden. Später mit der ganzen Familie, zu der mittlerweile auch vier Enkel im Alter von 26 bis 35 gehören, in der Gaststätte Dubrovnik in Lipp. „Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, aber wir haben einfach immer zusammengehalten“, sagt Hermann Neppen.