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Aktuell keine Wettkämpfe möglichLukas Podolski Sportpark in Bergheim soll aufgewertet werden

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Zu sehen sind startende Läufer auf der Tennenbahn des Lukas Podolski-Sportparks.

Mit einer Bundeförderung könnte der Lukas Podolski Sportpark in den nächsten Jahren saniert werden.

Der Sportpark aus den 1970ern weist erhebliche Mängel auf. Aktuell seien keine Leichtathletik-Wettkämpfe in Bergheim möglich. 

Am Lukas-Podolski-Sportpark ist eine Sanierung dringend erforderlich, um den dauerhaften Trainings- und Wettkampfbetrieb im Bereich der Leichtathletik, des Fußballs sowie für den Schul- und Breitensport sicherzustellen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervor, die am 27. Januar auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur steht.

Die Mittel dafür sind im Haushalt der Kreisstadt für das Jahr 2027 oder 2028 vorgesehen, erklärt Elisabeth Hülsewig (CDU), stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des zuständigen Ausschusses in einer Pressemitteilung. „Endlich rückt die Leichtathletik in den Fokus.“ Der Verwaltung sei in kürzester Zeit gelungen, einen komplizierten Förderantrag fristgerecht zu stellen. Auch Kirsten Wildschrey-Just (CDU), Ortsbürgermeisterin, sieht in der Maßnahme ein wichtiges Signal. „Der Lukas-Podolski-Sportpark ist weit mehr als eine Sportanlage für Zieverich, er ist ein zentraler Treffpunkt für den Vereins-, Schul- und Breitensport in ganz Bergheim.“

Bergheim: Erhebliche Einschränkungen des aktuellen Trainingsbetriebs

In der Pressemitteilung bezeichneten auch Marco Schiffer, Anja Warias und Helge Warias, Vorstand und Trainer des LC Jugend 07 Bergheim, eine neue Tartanbahn als enormen Gewinn für den Verein und den Leichtathletikstandort Bergheim: „Unser Verein lebt vom Nachwuchs. Ein Großteil unserer über 120 Athletinnen und Athleten ist unter 18 Jahre alt. Eine Tartanbahn würde unseren täglichen Trainingsbetrieb spürbar erleichtern und uns die Möglichkeit geben, junge Talente auch langfristig und unter modernen, leistungsfördernden Bedingungen zu entwickeln.“

Die Anlage stammt aus den 1970ern. Laut der Mitteilung der Stadtverwaltung hat die Tennenbahn erhebliche Unebenheiten, Wasserabflussprobleme und Verschleißerscheinungen, sodass eine wettkampftaugliche Nutzung nicht mehr möglich ist. Sowohl bei Regen als auch bei trockener Hitze sei der Trainingsbetrieb von Schulen und Vereinen derzeit stark eingeschränkt.

Keine Wettkämpfe in Bergheim möglich

„Derzeit sind in Bergheim gar keine Wettkämpfe möglich. Bei einem Stadion mit mindestens sechs Kunststoff(rund)bahnen wäre hier künftig die Ausrichtung von überregionalen Leichtathletik-Events wie Junioren-Meisterschaften möglich“, heißt es in der Mitteilung. Auch der Naturrasenplatz sei durch jahrzehntelange Belastung und mangelnde Drainage in seiner Funktionsfähigkeit eingeschränkt und nur noch bedingt bespielbar.

Die Stadtverwaltung will auf ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zurückgreifen, um die Kosten abzufedern. Ein Planungsbüro wurde bereits im Dezember 2025 beauftragt, der einen Vorentwurf inklusive Kostenberechnung vorgelegt hat. Im Raum stehen Gesamtkosten von voraussichtlich 1.448.663,75 Euro. Der Förderanteil läge im Optimalfall bei 651.898,69 Euro. Die eigenen Mittel seien in der Finanzplanung der Haushalte 2027 und 2028 bereits berücksichtigt.

Für den Förderantrag steht allerdings noch ein Ratsbeschluss aus. Da die nächste Ratssitzung erst am 9. Februar stattfindet und damit erst nach der Einreichungsfrist für die Förderung, die am 31. Januar endet, haben der Bürgermeister Volker Mießeler und die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur eine Dringlichkeitsentscheidung unterschrieben und dem Förderantrag beigefügt.