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KircheVon der Post ins Priesteramt

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Pfarrer Johannes Koch verlässt Niederaußem.

Bergheim-Niederaußem – Erst über Umwege wurde Johannes Koch einst zum Priester geweiht. „Vorher habe ich zwölf Jahre lang bei der Post gearbeitet“, blickt der 68-Jährige zurück. Dabei war ihm spätestens seit seiner ersten heiligen Kommunion klar, was sein tatsächlicher Traumberuf war. „Schon als Kind habe ich Gottesdienste gespielt“, lacht er. Doch die Zeit des Abschieds ist gekommen, Koch wird die Pfarreiengemeinschaft Bergheim-Ost in den kommenden Tag verlassen. „Am Montag kommt der Umzugswagen.“

„Mit vielen geredet“

Nach Stationen in Düsseldorf, St. Augustin und Swisttal wurde Johannes Koch gebeten, sich um die Pfarrgemeinden St. Medardus in Auenheim und St. Johannes Baptist in Niederaußem zu kümmern. 2002 trat er dort seinen Dienst an. „Es war eine schöne Zeit“, sagt der Pfarrer. Der Beruf bei der Post habe es ihm leicht gemacht, auf Menschen zugehen zu können. Und dies sei immer besonders wichtig für ihn gewesen. „Ich habe mit vielen geredet und viele Menschen besucht.“ Neben Auenheim und Niederaußem war er nach und nach in der gesamten Pfarreiengemeinschaft aktiv.

Vorteilhaft sei gewesen, dass er kein Auto fahre. „Ich war immer mit dem Rad unterwegs, da hab ich immer viele Menschen getroffen.“ der Kontakt zu ihnen oder auch zu den kranke Gemeindemitgliedern sei wichtiger Teil seiner Arbeit gewesen. „Das schönste allerdings war die Feier der Gottesdienste und das Spenden der Sakramenten. Deshalb bin ich Priester geworden.“ Auch in der Grundschule habe er regelmäßige Gottesdienste gefeiert. „Es ist wichtig, dass auch die Kleinsten Gottes Segen bekommen“, sagt Koch.

Wenn er nun in den kommenden Tagen Niederaußem verlässt, schließt sich ein Kreis in Johannes Kochs Leben. Denn dann geht er zurück in seine Geburtsstadt Windeck im Rhein-Sieg-Kreis. „Dort werde ich wieder in meinem Elternhaus leben“, erklärt der Geistliche. Der Grund für seinen Rückzug liege in seine etwas nachlassenden Kräften, wie er sagt. Dennoch wolle er noch ein wenig eingeschränkt im dortigen Seelsorgebereich mitarbeiten, Gottesdienste feiern und kranke Gemeindemitglieder besuchen. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und auf meine Heimat.“

Nach einer Fatima-Andacht am Donnerstag, 15. August, 17 Uhr, in der Niederaußemer Pfarrkirche St. Paulus beginnt dort um 18 Uhr ein Festgottesdienst. Im Anschluss daran findet ein Empfang der Pfarreiengemeinschaft und der Abschied im Niederaußemer Schützenhaus statt.