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Distanzunterricht an SchulenWetterumschwung sorgt für gefährliche Glätte in Rhein-Erft

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Zu sehen ist ein Schneepflug im Einsatz auf einer Straße.

Mitarbeiter der Straßendienste haben derzeit viel zu tun, um die Straßen wie hier in Frechen von Eis und Schnee zu befreien.

Weil am Montagvormittag (12. Januar) auf glatten Straßen Gefahren drohen, ordnete die Landesregierung auch für den Rhein-Erft-Kreis Distanzunterricht an.

Schnee und Eis sorgen für Gefahren und Freude. Während die weiße Pracht und am Sonntag auch Sonnenschein vielerorts an Rhein und Erft die Menschen nach draußen lockte, drohen auf glatten Straßen Unfälle. Die Landesregierung reagierte und ordnete zum Wochenstart Distanzunterricht in den Schulen an. 

Am Wochenende überwogen zunächst noch die schönen Seiten des Winterwetters. Wer es ruhiger mochte, absolvierte einen Spaziergang vorbei an weiß verschneiten Bäumen und Häusern. Und wer es sportlicher angehen wollte, schnappte sich den Schlitten und machte sich auf zu Hügeln und Abhängen.

Carlin, Isabel, Jacob, Maja hatten mit ihren Eltern auf dem Rodelhang an den Quarzwerken in Frechen ihren Spaß. Sie genossen die Abfahrten. Wie häufig dieses Vergnügen in diesem Winter noch möglich sein wird, ist offen. Die weiße Pracht ist vergänglich. Bereits am Montag (12. Januar) soll es milder werden.

Der Wetterwechsel hat es aber in sich. Wie Meteorologen warnen, besteht bis in den Vormittag hinein die Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen. Die Landesregierung hat auf diese Warnung reagiert und entschieden, dass die Schulen am Montag landesweit in den Distanzunterricht wechseln, um Unfällen auf dem Weg zu Schule vorzubeugen. Es soll lediglich eine Notbetreuung angeboten werden. 

Im Busverkehr drohen Einschränkungen

Die Entscheidung der Landesregierung gelte selbstverständlich auch für den Rhein-Erft-Kreis, betonte der Sprecher des Kreises, Thomas Schweinsburg. „Wir raten dringend dazu, unnötige Wege zu vermeiden und – wenn nicht anders möglich – beim Verlassen des Hauses Vorsicht walten zu lassen“, so Schweinsburg. Die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) kündigte derweil via Homepage an, dass am Montag (12. Januar) „mit erheblichen Einschränkungen im Busverkehr zu rechnen“ sei.

In Pulheim sorgte das kalte Winterwetter für einen ungewöhnlichen Vorfall: die Glätte stoppte einen mutmaßlichen Ladendieb. Der 40-Jährige hatte am Samstagnachmittag laut Polizei in einem Geschäft Waren eingesteckt. Als er vom Ladendetektiv gestellt wurde, riss er sich los und rannte mit dem Diebesgut aus dem Markt. Der Ladendetektiv nahm die Verfolgung auf. Auf dem Parkplatz wurde dem Täter dann das Glatteis zum Verhängnis. Er rutschte aus und wurde so von seinem Verfolger eingeholt und gestoppt. Der Dieb wurde festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.