Für manche Kunden der Tiertafel ist ihr Vierbeiner der einzige Partner an ihrer Seite. Daher ist die Arbeit der Ehrenamtler unverzichtbar, findet Jörn Tüffers.
Hilfe für 240 MenschenWieso es bei der Tiertafel Rhein-Erft nicht nur um Futter geht

Die Räume der Tiertafel Rhein-Erft sind groß, und Tierfutter ist dort auch für Senioren und Allergiker zu haben.
Copyright: Margret Klose
Für die einen mögen es nur ein paar Dosen Hundefutter oder ein Beutel Katzenstreu sein. Für die rund 240 bei der Tiertafel Rhein-Erft registrierten Menschen geht es jeden Freitag, wenn sie in deren Räumen an der Hauptstraße in Bergheim erscheinen, um viel, viel mehr. Schließlich ist ja wissenschaftlich hinlänglich bewiesen, wie positiv sich die Gesellschaft eines Tieres auf Menschen auswirkt.
Das wissen alle, die ein Haustier haben – und die sich nicht ständig Gedanken darüber machen müssen, wie sie finanziell über die Runden kommen sollen oder – noch ärger – die nächste Nacht verbringen sollen.
Ohne Hilfe müsste sich der eine oder andere von seinem Tier trennen
Wie viel größer noch muss die Bedeutung eines Tieres, eines Gefährten für jemanden sein, der sonst nichts hat, dem sonst nicht geblieben ist als sein treuer Vierbeiner? Möglicherweise verhindert der Umstand, dass das Tier auf seine Hilfe angewiesen ist und ohne Futter verhungern würde, dass ein Mensch komplett den Boden unter den Füßen verliert? Wer sich selbst und die Hoffnung auf ein besseres Leben schon aufgegeben hat, der spürt in der Regel die Verantwortung für das Lebewesen in seiner Nähe.
Daher ist das Engagement der Ehrenamtlichen bei der Tiertafel Rhein-Erft gar nicht groß genug zu bewerten. Ohne ihre Hilfe müsste sich der eine oder andere ihrer Kunden vermutlich von seinem Tier trennen – und wäre gänzlich auf sich allein gestellt. Eine furchtbare Vorstellung.
