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TierparkBock starb in den Armen des Tierarztes

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Harald II aus dem Tierpark in Bergheim-Quadrath-Ichendorf ist am Donnerstag qualvoll gestorben.

Bergheim-Quadrath-Ichendorf – „Ich bin tot!“ prangt in großen roten Lettern auf dem Foto eines Ziegenbocks. Das Bild zeigt Harald II. – der Ziegenbock ist am Donnerstagnachmittag im Tierpark Quadrath-Ichendorf unter Qualen gestorben. „Wir sind alle sehr traurig“, sagt der Pate des Tieres und Vorsitzende des Tierpark-Fördervereins, Harald Satzky.

Mit dem Plakat wolle man Besucher warnen und aufklären, denn: Unsachgemäße Fütterung ist laut Satzky der Grund für den Tod des Bocks. Am Vormittag habe ein Tierpfleger Harald gefunden. „Er hatte starke Krämpfe und schrie vor Schmerzen“, sagt Satzky. Ein herbeigerufener Tierarzt habe dem Ziegenbock nicht mehr helfen können. „Harald II. starb in seinen Armen.“

Für den Tierarzt sei die Todesursache klar gewesen. „Alters- oder krankheitsbedingte Todesursachen scheiden aus, innere Verletzungen und innere Verblutung sind der Grund“, berichtet Satzky nach einem Gespräch mit dem Veterinär. Vermutlich habe der Ziegenbock eine Plastiktüte gefressen, die jemand über den Zaun geworfen habe. „Den Tieren schmecken die weichen Tüten sehr gut, doch durch die Magensäure verwandeln sich die Plastikteile in messerscharfe Stücke, die dann den Darm aufschlitzen können und zu inneren Blutungen und zum qualvollen Tod führen“, erläutert Satzky.Immer wieder würden ihm Besucher des Tierparks melden, dass die Tiere auf Plastiktüten herumkauen. „Aber es ist unmöglich, ihnen die Tüten aus dem Maul zu ziehen“, sagt Satzky. „Man kommt gar nicht an die Tiere heran, und ihr Fressen wollen sie freiwillig ja auch nicht herausgeben. Man kann nur hilflos zusehen und hoffen, dass alles gutgeht.“Was die Mitglieder des Fördervereins besonders ärgert: Schon Haralds Vorgänger, Harald I., war im Alter von acht Monaten vor etwas mehr als einem Jahr unter den gleichen Umständen verendet. Satzky appelliert nun an die Besucher, Futter in die bereitgestellten Tonnen zu geben und nicht selbst zu verfüttern. Zudem wolle man Geld für einen höheren Zaun sammeln. Informationen bei Satzky unter ☎ 02271/992244.

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