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WochenkommentarBäckerhandwerk im Rhein-Erft-Kreis unter Druck

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Das Bild zeigt Brötchen in einer Fertigungsstraße

Familiengeführte Bäckereien haben es zunehmend schwerer, sich am Markt zu behaupten. Bäckereiketten können wesentlich kostengünstiger produzieren.

Udo Beißel über die schwierige Lage der kleinen, familiengeführten Betriebe

Was ist uns unser tägliches Brötchen wert? Das 50 oder 60 Gramm leichte, im Idealfall fluffige Gebäck, das von Norden bis Süden als Rundstück, Knüppel, Schrippe oder Semmel über die Theke geht, wird täglich tausendfach verkauft. Doch die kleinen, familiengeführten Bäckereien im Rhein-Erft-Kreis stehen massiv unter Druck.

Udo Beißel

Udo Beißel

Stellvertretender Leiter der Lokalredaktion Rhein-Erft des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Rhein-Erft Rundschau“. Jahrgang 1966, wohnhaft in Frechen. Verlagskaufmann, Volontariat beim NP-Express und ...

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Anders als große Ketten können sie kaum günstig kalkulieren. Steigende Lohn-, Energie-, Sprit- und Investitionskosten belasten die Betriebe. Dass Kunden angesichts knapper Kassen zu günstigeren Backwaren bei Discountern und Supermärkten greifen, ist nachvollziehbar. Doch wenn immer mehr traditionelle Bäckereien verschwinden, verlieren wir nicht nur Vielfalt und Handwerk, sondern auch Ausbildungsplätze und die Möglichkeit, jungen Menschen ein Handwerk mit Zukunft zu vermitteln.

Der Fachkräftemangel von morgen wird damit heute schon verschärft. Wir können nicht beklagen, dass die letzte Bäckerei im Ort schließt, und gleichzeitig dort einkaufen, wo es am billigsten ist. Die Frage ist deshalb nicht nur, was unser Brötchen kostet – sondern auch, was uns das Bäckerhandwerk wert ist.