Zuletzt hatte insbesondere das Klimabündnis Brühl das bunte Spektakel zum Abschluss des Wintertraum-Programms kritisiert.
Nach KritikBrühls Bürgermeister sieht keine Handhabe für Feuerwerksverbot im Phantasialand

Die mobilen Ampeln an der Zufahrt zum Phantasialand stoßen teils auf Kritik.
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Am 25. Januar 2026 endet das Wintertraum-Programm im Brühler Phantasialand. Wer von wiederkehrenden Staus und allabendlichem Feuerwerk genervt ist, dürfte durchatmen. Hoteliers und Gastronomen der Umgebung, die vielfach auch Besucher des Freizeitparks zu ihren Gästen zählen, hingegen werden in Richtung April blicken, wenn das Phantasialand wieder öffnet und dort das Sommer-Programm beginnt.
Zuletzt hatte das „Klimabündnis Brühl“ nach Badorf eingeladen, um vor Ort auf die Auswirkungen des Feuerwerks aufmerksam zu machen. Die Aktiven halten das lautstarke Spektakel für aus der Zeit gefallen. Sie befürchten gesundheitliche Auswirkungen durch die Feinstaubbelastung und weisen auf verschreckte Haus- und verscheuchte Wildtiere hin.
Verein Bovivo äußerte Kritik an der neuen Verkehrsreglung
Der Umweltschutzverein Bovivo hatte derweil zuletzt insbesondere die beinahe täglichen Staus auf den Straßen rund um das Phantasialand scharf kritisiert – und erklärt, die unlängst aufgestellten mobilen Ampeln an der Autobahnzufahrt hätten keinerlei positive Wirkung entfaltet.
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Von der Stadt dürfte kurzfristig keine Schützenhilfe beim Bemühen um einschneidende Veränderungen kommen. Bürgermeister Dr. Marc Prokop (CDU) erklärt zwar, dass ihn „vereinzelt Beschwerden“ über Feuerwerk und Verkehrsprobleme erreicht hätten, diese hätten hinsichtlich der Verkehrssituation „jedoch hauptsächlich darauf gefußt, dass sich die Erwartungen einiger Betroffener durch die Verkehrsflussoptimierung nicht erfüllt haben“.
Eine Beseitigung aller Verkehrsflussprobleme sei allerdings realistisch nicht erreichbar gewesen. „Hauptsächlich sollte eine sicherere Regelung in den Knotenpunkten, die sich in der Vergangenheit als Unfallhäufungspunkt herausgestellt haben, erfolgen“, so Prokop. Die Verkehrsflussoptimierung werte ein unabhängiges Planungsbüro aus, das vom Phantasialand selbst beauftragt worden sei.

Dr. Marc Prokop (CDU), Bürgermeister in Brühl, sieht keine Grundlage für ein Verbot des Feuerwerks im Phantasialand.
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„Zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Auswertung kann ich daher keine Auskunft geben. Ergebnisse liegen der Stadt Brühl bislang nicht vor“, so der Christdemokrat, der beim Feuerwerk begrenzten Spielraum für eine Einflussnahme der Stadt sieht.
Prokop, selbst Hundebesitzer, erklärt, er könne die Sorgen um nervöse Vierbeiner persönlich nachvollziehen, es handele sich aber um ein zeitlich begrenztes Feuerwerk, welches nicht genehmigungspflichtig sei, sondern lediglich bei der Stadt angezeigt werden müsse. Auch Feuerwehr, Bezirksregierung sowie der Landesbetrieb Wald und Holz hätten keine Bedenken gegen die Durchführung geäußert. Er stellt klar: „Für ein Verbot des Magic Symphony Feuerwerks des Phantasialands seitens der Stadt Brühl gibt es derzeit keine rechtliche Grundlage.“

