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Nach der WinterpauseDie Wasserski-Saison am Bleibtreusee in Brühl ist eröffnet

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Das Foto zeigt einen Sportler, der Wakeboard fährt.

Akrobatische Sprünge zum Auftakt der Wasserskisaison probierten längst nicht alle, viele ließen es ruhig angehen. 

Bahnbetreiber Milan Robinet rechnete bei Sonnenschein und rund 10 Grad kaltem Seewasser mit bis zu 100 Besuchern.

Der 1. April, die Eröffnung der Wassserski-Saison, sei genau wie das Saisonende den begeisterten Wakeboardfahrern seiner Clique ein „heiliger Tag“, sagte der Wassersportler Jürg Troé. Als Lehrer habe er diesmal Glück gehabt, der Tag falle in die Osterferien, andere aus der Gruppe hätten sich „frei genommen“, eigens für die ersten Runden des Jahres auf dem Rundkurs am Bleibtreusee. Für ihn als Schweizer dienten die Brettrunden auf der Wasserskianlage vor allem als Ersatz für das Snowboarden, denn aus dem Gebirge habe es ihn erst wegen des Studiums, dann wegen der Liebe nach Köln verschlagen.

Brühl: Viele Sportler ließen es ruhig angehen

Auch sein Jüngster war zur Eröffnung gekommen. Nach einer Pause, bedingt durch seinen Aufenthalt in Brasilien, wollte Piedro wieder mit dem Wakeboarden anfangen. Viele schöne Seen seien in Brasilien zu finden, eine ordentliche Wasserskianlage hingegen Fehlanzeige. Nach ein paar Runden und mehreren Rückwärtssalti auf dem Wasser war der 18-Jährige nicht ganz zufrieden. Es fehle ihm noch an ausreichend Kraft in den Armen, die müsse sich erst in der Saison bilden.

Die meisten ließen es nach der Winterpause ruhig angehen. Bahnbetreiber Milan Robinet rechnete bei Sonnenschein und rund 10 Grad kaltem Seewasser mit bis zu 100 Besuchern. Er hatte für ein neues Obstacle gesorgt, eine Rampe, die weiß wie ein Eisberg aus dem Wasser ragt. Benannt nach der professionellen Wakeboarderin Claudia Pagnini garantiere es nach einem Rampensprung ein sanftes Aufsetzen auf der Wasseroberfläche im hinteren Teil, erläuterte der Saisonkartenfahrer Jan. Und das im Unterschied zu anderen Rampen, die eine Landung nur auf dem harten Wasser ermöglichten: „Das geht auf die Kniegelenke.“

Zum Leidwesen einiger weniger, die es rauer und höher hinaus lieben, war die neue Schanze gegen eine ausgetauscht worden, die einem anderen Pro-Rider gewidmet war, Kevin Henshaw. Die sei jetzt im Toeppersee bei Duisburg zu finden, so Milan Robinet. Die Henshaw-Schanze sei unter dem Strich doch nicht so beliebt gewesen.