Ein Brand machte einen Wiederaufbau des Restaurants und der Stromversorgung der Wasserskianlage nötig.
Start gesichertWakeboarder am Brühler Bleibtreusee müssen nicht mehr um die Saison bangen

Milan Robinet ist der Chef an der Wasserskianlage am Brühler Bleibtreusee, er hatte zuletzt alle Hände voll mit dem Wiederaufbau nach einem Brand zu tun.
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Das Leuchten der kleinen Kontrolllampe an einer der Elektroinstallationen kam für Milan Robinet einer Erlösung gleich. „Wir haben wieder Strom“, sagt der Chef der Wasserskianlage am Brühler Bleibtreusee. Damit stehe der Saisoneröffnung am Mittwoch, 1. April, 14.30 Uhr, nun nichts mehr im Wege.
Das war in den vergangenen Wochen alles andere als sicher. Nicht etwa, weil zuletzt niedrige Temperaturen und Graupelschauer die Frühlingsstimmung vertrieben. Die Wassersportler lassen sich vom Wetter nur unwesentlich beeindrucken. Robinet und seine Mitarbeiter waren vielmehr damit beschäftigt, die Gastronomie mit dem großen Veranstaltungsraum und die gesamte technische Einrichtung, an der auch die Wasserski-Anlage hängt, wiederherzustellen.
Brühl: Einbrecher legten Feuer, um ihre Spuren zu verwischen
Der Gund für eine laut Robinet „alles andere als entspannte Winterpause“ war ein Vorfall Mitte November vergangenen Jahres. Einbrecher hatten sich gewaltsam Zutritt zu dem im Herbst und Winter geschlossenen Restaurant verschafft. Ihre Beute war mit ein paar Pfandflaschen überschaubar, doch offenbar um ihre Spuren zu verwischen, legten die Täter Feuer. Zwar breiteten sich die Flammen nur langsam aus, Rauch, Ruß und Gestank waren allerdings allgegenwärtig. Hinzu kamen Schäden durch das Löschwasser der Feuerwehr.
Küchengeräte, das komplette Mobiliar, die Lampen, die hölzerne Decke, das Parkett, die Wände – alles war hinüber und eine Kernsanierung nötig. „Das Ganze wird einen hohen sechsstelligen Betrag kosten“, sagt Robinet, der glücklicherweise einen Großteil der Ausgaben von seiner Versicherung erstattet bekommt und sich auf seine Mitarbeiter verlassen konnte. „Alle haben beim Aufräumen und Wiederaufbau voll mitgezogen. Das war beeindruckend“, sagt er.
Anfang Mai, so hofft er, könne tatsächlich alles wieder wie vorher aussehen. Die Anlage wird derweil bereits am 1. April wieder Wakeboarder und Wasserskifahrer über das kühle Nass und die Rampen ziehen. Die Preise sind unverändert geblieben. Die Zwei-Stunden-Karte für den Besuch der Liftanlage kostet 33 Euro für Erwachsene und 28 für Kinder. Im Mai starten dann auch wieder Anfängerkurse. Equipment für eine Runde Stand-Up-Paddling kann man für 15 Euro die Stunde leihen. Neoprenanzüge gibt es ebenfalls.
Robinet erwartet einen überschaubaren Andrang in den ersten Wochen. Im Sommer indes tummeln sich an Sandstrand und Wasserskianlage schon einmal bis zu 3500 Besucher. Die von Anfang April bis Ende Oktober kostenpflichtigen 800 Parkplätze sind dann meist frühzeitig belegt. Geparkt werden kann dort für zwei Euro je Stunde, ein ganzer Tag kostet zehn, eine Jahreskarte 75 Euro.

Am 1. April beginnt die Wasserski-Saison am Brühler Bleibtreusee.
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Gegen die teils chaotischen Zustände an der Zufahrt an den Tagen mit besonders großem Besucherandrang will Robinet etwas tun. Er sagt, es sei geplant, rigoros gegen illegal entlang der Luxemburger Straße abgestellte Wagen vorzugehen. Auch soll eine bessere Beschilderung die Orientierung der Autofahrer erleichtern. Weiterhin gebe es Gespräche mit den Verwaltungen von Brühl und Hürth, Forstbehörde, der Polizei und dem Landesbetrieb Straßen NRW. Ob die bei der An- und Abreise der Gäste hinderliche Ampelschaltung an der Zufahrt zum See verändert werde, sei noch offen.
Die Anlage ist wochentags von 14.30 bis 20 sowie am Wochenende von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Zudem gibt es ab Mai dienstags und donnerstags die Möglichkeit, von 8 bis 10 Uhr Runden auf dem Wasser zu drehen. Der Zutritt zum Strand ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es online.

