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„Die gute Seele“So bringt ein Brühler die Menschen beim Boule-Spiel zusammen

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Das Foto zeigt eine Gruppe beim Boulespiel.

Regelmäßig kommen die Boule-Freunde für ihr Spiel gern zusammen. Es geht auch um das Miteinander.

Hans Peter Breuer kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich um den Boule-Verein. Neben der Bewegung an frischer Luft geht es auch um die Gemeinschaft.

Wenn an einem Mittwoch- oder Freitagnachmittag die Boule-Freunde Brühl ihre Metallkugeln über den Platz unter den Bäumen neben dem Parkplatz Belvedere im Norden des Schlossparks rollen lassen, dann ist Hans Peter Breuer immer dabei. Als Vorsitzender des Vereins kümmert er sich seit Jahren mit großem ehrenamtlichem Engagement darum, dass hier Menschen zusammenkommen, sich bewegen und Gemeinschaft erleben können. „Das ist ein schöner Sport und immer wieder eine gute Gelegenheit, draußen an der frischen Luft und in Gesellschaft zu sein“, findet der 73-Jährige.

Eine Freundin habe ihm eine gute Wurftechnik attestiert und zum Boulespiel gebracht, berichtet er. Egal, ob als Hobby oder Leistungssport, es sei für jeden etwas, ist Breuer überzeugt. Auch wenn Boule vorwiegend von älteren Menschen gespielt wird. Das Spiel erfordere Konzentration und Genauigkeit.

Brühler gehen mit Metallkugeln auf die Jagd nach dem Schweinchen

Ein Spiel startet damit, dass ein roter Ring mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern auf den Boden gelegt wird. Von hier aus wird das Schweinchen, eine kleine Holzkugel, geworfen, mindestens sechs Meter weit weg. Dann versuchen die Spieler, jeweils drei 650 bis 800 Gramm schwere, meist personalisierte Metallkugeln so nahe wie möglich an die kleine Kugel zu werfen. Wer die meisten Kugeln in der Nähe des Schweinchens hat, gewinnt die Partie.

Seit 2012 ist Breuer bei den Boule-Freunden aktiv. Zuerst war er Kassierer und ab 2016 ist er deren Vorsitzender. Zusammen mit seinen Mitspielern organisiert er mit viel Einsatz den Vereinsbetrieb und sorgt für geregelte Abläufe. „Hier mitzumachen, war eine bewusste Entscheidung“, betont er. Nach seinem Arbeitsleben als Referent im Wirtschaftsministerium in Bonn wollte er sich ehrenamtlich einer Aufgabe widmen. Der Verein wurde schnell seine Heimat.

Das Foto zeigt Hans Peter Breuer beim Wurf einer Metallkugel.

Eine gute Wurftechnik attestierte eine Freundin Hans Peter Breuer und brachte ihn damit zum Boulespiel.

„Hier wird gelacht, diskutiert und mit Lust gespielt. Wer allein lebt oder nach dem Eintritt in den Ruhestand neue Kontakte sucht, findet hier oft schnell Anschluss“, erzählt Breuer. Er hat stets ein offenes Ohr. Mitunter wird er dabei auch zum „Seelentröster“. Wenn jemand eine schwierige Zeit durchmacht, hört er zu, spendet Zuspruch und vermittelt das Gefühl, nicht allein zu sein.

Er sieht den Verein als Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben einer Stadt. Dazu gehöre auch, dass seine Mitstreiter und er in der Vergangenheit „Boule und Kultur für jedermann“ initiiert hatten. Zusammen mit dem Stadtarchiv und Brühler Stadtführerinnen luden sie zu Veranstaltungen ein, in denen sie mit verteilten Rollen Historisches präsentierten und anschließend ein Bouleturnier veranstalteten. „Das war auch ein gutes Stück Arbeit“, resümiert Breuer. „Das kann man nicht auf Dauer machen, aber wer weiß, was uns künftig noch einfällt.“

Sportlicher Ehrgeiz gehört für viele Vereinsmitglieder dazu

Zum sportlichen Ehrgeiz gehört, dass die Boule-Freunde mit einer Mannschaft in der Kreisliga D im Bezirk Rheinland vertreten sind und regelmäßig zu Brühl-Open-Turnieren einladen. Das nächste findet am Sonntag, 12. Juli, ab 10.45 Uhr statt. Es wird in Dreierteams gespielt. Und es wird um eine Anmeldung über die Website gebeten, die der Verein auch selbst unter der Regie von Peter Goldschmidt betreibt.

Zu den jüngsten Aktivitäten gehörte ebenso ein Schnupperkurs für Anfänger. Wolfgang Hilger agierte hier als Trainer. An den Spielnachmittagen sind Gäste willkommen. „Wir pflegen und halten auch den Bouleplatz am Belvedere sauber“, ergänzt Breuer. Dazu gebe es mit der Schlossverwaltung einen Austausch, es sei ein Geben und Nehmen. Aber manchmal wünschte er sich mehr Rückenwind. Zum Beispiel würden die Boule-Freund gern eine Bank aufstellen.