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Einzige BürgermeisterinIrene Westphal trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Brühl ein

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Die einstige Bürgermeisterin Irene Westphal trug sich ins goldene Buch ein.

Brühl – Zu einer besonderen Dienstreise brach Bürgermeister Dieter Freytag vor einigen Tagen auf. Der Sozialdemokrat fuhr in den Norden der Republik, um es Irene Westphal zu ermöglichen, sich wie vom Stadtrat beschlossen in das Goldene Buch der Stadt Brühl einzutragen.

Westphal, die am 12. November ihr 90. Lebensjahr vollendete, ist seit mehr als zehn Jahren mit ihrem Mann im schleswig-holsteinischen Itzehoe in der Nähe ihrer Kinder zu Hause.

Ursprünglich sollte eine größere Abordnung von Rat und Verwaltung die Fahrt zur ehemaligen Brühler Bürgermeisterin antreten. Doch die Corona-Pandemie machte auch durch diese Rechnung einen Strich. So vertrat Freytag die Stadt.

Die erste und bislang einzige Bürgermeisterin Brühls

Brühl sei Westphal zu großem Dank verpflichtet, erklärte er. „Nachdem ihr bei ihrem Ausscheiden aus dem Rat der Stadt Brühl bereits die Ehrennadel der Stadt Brühl verliehen wurde, sollen mit der Eintragung in das Goldene Buch ihre vielfältigen Leistungen und ihr großes, ehrenamtliches Engagement auch über ihre Ratstätigkeit hinaus gewürdigt werden,“ so der Bürgermeister.

Westphal war mehr als 20 Jahre Ratsfrau, ein Jahrzehnt stellvertretende Bürgermeisterin und von 1994 bis 1996 erste und bisher einzige Frau, die in Brühl das Bürgermeisteramt inne hatte. Darüber hinaus engagierte sich die Sozialdemokratin ehrenamtlich für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Irene Westphal erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande

Bereits 1973 gründete Irene Westphal mit weiteren Akteurinnen den Verein „Aktion Gemeinsinn“, der sich für eine bessere Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe und Behinderten- und Seniorenbegleitung einsetzte. Auch die Kleiderstube der Aktion Gemeinsinn lag ihr sehr am Herzen. Dort war sie bis zu ihrem Wegzug aus Brühl tätig. Im Jahre 1986 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande für ihren Einsatz in der Kommunalpolitik, in der Alten- und Behindertenarbeit, im Rahmen der Resozialisierung von Obdachlosen und der Integration von ausländischen Mitbürgern verliehen.

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Westphal bedankte sich für die Ehre, sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen zu können und gab Freytag beste Grüße in die alte Heimat mit auf die Rückreise.