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Kommentar

Ernste Probleme
Wenn der „Wintertraum“ im Phantasialand zum Albtraum wird

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Gäste im Phantasialand beim „Wintertraum“.

Gäste im Phantasialand beim „Wintertraum“.

Zwei Millionen Besucher kommen jährlich in den Freizeitpark nach Brühl. Die Freude der Nachbarn darüber ist überschaubar, sogar im Winter.

Keine ganz einfache Situation für das Phantasialand-Management – und für Brühl. Gleich mehrere Themen kreisen derzeit um den Freizeitpark, der jedes Jahr nach Schätzungen von Experten rund zwei Millionen Besucher hat. Es geht um Geld, um Naturschutz, um den Umgang mit den Nachbarn.

Da liegt zum einen seit Jahren eine Erweiterung des Parks auf Eis. Das Land hat grünes Licht gegeben, Rot-Grün im Brühler Stadtrat war dagegen. Seit September ist die Koalition passé, die wirtschaftsfreundlichere CDU ist nun stärkste Kraft. Doch die zögert plötzlich mit einem klaren Bekenntnis zu einem vergrößerten Phantasialand.

Phantasialand-Management kritisiert Bettensteuer für Brühl scharf

Nächster Schauplatz: die strapazierte Nachbarschaft. Den täglichen Verkehr und die Geräuschkulisse sind die Anwohner gewohnt; ein allabendliches Feuerwerk für die Dauer von mehr als zwei Monaten im Winter führt noch einmal zu einer höheren Belastung. Natur- und Umweltschützer wollen am Sonntag öffentlich darauf aufmerksam machen.

Und dann wäre da noch die Bettensteuer. Ab April müssen Gäste über die Hotel-Betreiber einen Aufschlag von fünf Prozent auf den Übernachtungspreis entrichten. Was das Phantasialand dazu verärgert gesagt hat, ist alles andere als vergnügungssteuerpflichtig.

Es fehlt das gegenseitige Verständnis für die Belange des anderen

Summa summarum: Die Bedingungen für den Freizeitpark, in Brühl zu wachsen und die angestrebten Gewinne zu erwirtschaften – und das im Einvernehmen mit den Bürgerinnen und Bürgern –, sind eingeschränkt. Es fehlt auf beiden Seiten das gegenseitige Verständnis für die Belange des anderen.

Der neue Bürgermeister Marc Prokop täte gut daran, zu vermitteln. Aber bisher hat sich der Christdemokrat selbst nicht klar positioniert. Das macht es nicht einfacher.