Brühl – Als Wolfgang Pelekies 1960 mit drei Jahren in seine neue Heimat Brühl kam, hatte er bereits eine kleine Odyssee hinter sich. Geboren wurde der heute 57-Jährige nämlich in Šilutė im damaligen Memelgebiet (Ostpreußen), dem heutigen Litauen. Nachdem der Ausreiseantrag seiner Eltern für das Jahr 1960 genehmigt worden war, zog es die Familie ins Rheinland. „Einer meiner Onkel hatte während des Zweiten Weltkrieges an der Westfront gekämpft und war nach Kriegsende in Brühl heimisch geworden“, erzählt der parteilose Bürgermeisterkandidat. Dort kam es dann zur Familienzusammenführung. Anfangs wurde die Familie Pelekies in Übergangsunterkünften am Lupinenweg untergebracht, später dann zog man in ein Eigenheim im Erlengrund.
Quer durch Deutschland
Dort wohnt Wolfgang Pelekies auch heute wieder. Seit rund zehn Jahren lebt der Chemieingenieur erneut in seiner Brühler Heimat, aus beruflichen Gründen hatte es ihn in den vergangenen Jahrzehnten quer durch Deutschland verschlagen. „Doch ich bin froh, wieder hier zu sein“, sagt er. Seitdem ist das Elternhaus nicht mehr vor ihm sicher. „Ich bin begeisterter Bastler und Heimwerker“, so der 57-Jährige. Egal, ob es ums Tapezieren, Fliesenlegen oder Verputzen geht – Pelekies legt selbst Hand an. Das gilt auch für den großen Garten, den er hegt und pflegt.
Den Golfsport mag er besonders
Mit sattem Grün hat es der parteilose Bürgermeisterkandidat allerdings nicht allein in heimischen Gefilden zu tun. Mindestens einmal im Monat schwingt der 57-Jährige auch den Golfschläger. „Damit habe ich vor einigen Jahren als Ausgleich zum Beruf angefangen“, so Pelekies. Den Golfsport mag er besonders deswegen, weil er dem Spieler ein Stück weit Demut abverlange. „Wenn man schlecht spielt, kann man es nicht irgendwem anders in die Schuhe schieben.“ Der Brühler, Handicap 28, nimmt gerne an Turnieren teil, jedoch nicht wegen der Pokale, die es dort zu gewinnen gibt. „Ich bin ein geselliger Mensch. Es macht großen Spaß, nach den Turnieren mit anderen Golfern zusammenzusitzen, sich zu unterhalten und etwas zu trinken.“ Das ist es auch, was den Parteilosen an Karneval reizt. Mit seiner Frau und Freunden zieht er an den jecken Tagen um die Häuser. „Wir unterstützen die notleidende Gastronomie“, sagt er mit einem Lächeln. Wenn er Ruhe sucht, spaziert er gerne um den Heider Bergsee. Wer genau hinschaut, der kann Wolfgang Pelekies im März oder April in der Sat.1-Serie Danni Lowinski mit Annette Frier sehen.
Erfahrung als Komparse
Seit rund zwei Jahren bewirbt er sich regelmäßig als Komparse. „Es ist spannend, bei Filmproduktionen auch einmal hinter die Kulissen schauen zu können.“ Welchen Part er in der Serie spielen wird, das will der 57-Jährige nicht verraten. Damit bleibt diese Rolle von Wolfgang Pelekies ebenso unvorhersehbar wie die, die er im Bürgermeisterwahlkampf am 26. Januar spielen wird.
