Brühl – Wenn man die Jugendlichen fragt, dann könnte die Anlage natürlich noch ein bisschen größer sein. „Eine Bank zum Sitzen und ein Mülleimer wären auch nicht schlecht“, sagten sie am Donnerstag, als sich die Mitglieder des Brühler Sportausschusses vor Ort ein Bild von der neuen Dirt-Bike-Bahn machten, die auf der Freizeitwiese Brühl-Süd nahe der Gesamtschule entstanden ist.
Eine Dirt-Bike-Bahn – das ist eine Geländepiste für Fahrräder. Sie besteht im wesentlichen aus Erdhügeln, auf denen sich tollkühne Sprünge und Kunststücke vollführen lassen. In Brühl hatten sich junge Dirt-Bike-Fans bereits vor zwei Jahren an die Stadtverwaltung gewandt, mit der Bitte, einen solchen Parcours in der Schlossstadt einzurichten. Jetzt konnte der Wunsch realisiert werden. Die offizielle Eröffnung findet am kommenden Dienstag statt.
Wie sich schon jetzt im Gespräch mit den Politikern herausstellte, sind die jungen Leuten ganz zufrieden mit der Brühler Anlage. Drei Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sind dort entstanden: für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Die Grobarbeiten hat der Stadtservicebetrieb übernommen, für die Detailgestaltung sorgen die Jugendlichen selbst. „Teilweise sind wir derzeit damit sieben bis acht Stunden am Wochenende beschäftigt“, berichteten sie. Überhaupt befindet sich die Dirt-Bike-Bahn in einem stetigen Prozess der Veränderung – mit Schaufeln und Besen lassen sich die Erdhindernisse immer wieder variieren. „Wir überprüfen in den Sommermonaten jede Woche, ob die Bahn noch den Maßgaben der Tüv-Abnahme entspricht“, erklärte Christoph Reuter, der Leiter des Stadt-Servicebetriebs.
Die Stadt hat rund 18 000 Euro für die Dirt-Bike-Anlage ausgegeben. Zum Kreis der regelmäßigen Nutzer gehören etwa 20 junge Leute im Alter von 16 bis 18 Jahren. Die Pisten sind aus Sicherheitsgründen von einem Zaun umgeben, damit niemand plötzlich auf die Bahn läuft. Die Dirt-Bike-Anlage ist aber frei zugänglich. Gleich nebenan befindet sich eine Skater-Anlage. Wie Christoph Reuter den Sportausschuss-Mitgliedern erklärte, ist dort für 11 000 Euro eine Rampe erneuert worden. Was die Politiker störte: Auf dem Skater-Platz befand sich am Donnerstag ziemlich viel Müll. Wie es hieß, haben ihn aber nicht die regelmäßigen Nutzer verursacht. Vor allem am Wochenende sei die Anlage auch von vielen Besuchern frequentiert, die nicht zum Kreis der Skater gehörten. Sie hinterlassen dort anscheinend nicht unbeträchtlichen Unrat. Die Stadt fahre zwar schon jetzt regelmäßig mit der Kehrmaschine vor, hieß es; künftig soll dies montags geschehen, um den Müll vom Wochenende zu beseitigen.
