Brühl – Ein ganzer Trupp Jugendlicher ist aus dem Häuschen: Tim, Lukas, Tobias, Jörn, Carlo, Timo, Nico, Fabian, Marvin, Niklas, Maxi, Jan, Nadine, Schnippi und Marius. Sie sind allesamt Skater, Roller- und BMX-Rad-Fahrer und haben erfahren, dass der Bürgermeister eine so genannte Dirt-Bike-Anlage neben der Skateranlage auf der Freizeitwiese Süd plant, wo sie täglich ihre Sprünge und Drehungen üben. „Das wird super“, freuen sich die jungen Leute. „Hoffentlich sind auf den Erdhügeln auch Plateaus, auf die wir springen können.“
Eine Dirt-Bike-Anlage besteht in der Regel aus hügeligen Strecken, die vor allem eins sind: naturbelassen schmuddelig. Und das bringt den jungen Crossfahrern jede Menge Spaß. Die dortige Skateranlage sei sehr gut genutzt, begründete Bürgermeister Michael Kreuzberg in seiner Haushaltsrede. Die Skaterszene habe sich in der Vergangenheit bei der Unterstützung anstehender Reparaturmaßnahmen oder bei Erneuerungen der Rampenelemente immer sehr engagiert gezeigt. Jetzt hatten sich die Jugendlichen eine Dirt-Bike-Anlage gewünscht. Daher werde laut Kreuzberg geprüft, ob ein solches Sport- und Freizeitareal gebaut werden kann. Die Gesamtkosten schätzt er auf 18 800 Euro.
Hinzu kämen die jährlichen Betriebskosten für die Kontrolle, Pflege und Reinigung. Das würde mit rund 3000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Kreuzberg: „Ich halte es für ausgesprochen wichtig, neben den etablierten Sportarten in Hallen und auf den Sportplätzen auch solchen „Exoten-Sportarten“ eine Lobby und somit den entsprechenden Raum zu bieten, um das damit einhergehende Engagement von Jugendlichen zu fördern und gleichzeitig die Attraktivität unserer Brühler Sportszene zu steigern.“ Tim, Lukas und den anderen Skatern auf der Freizeitwiese wäre das mehr als Recht. Sie hoffen nun, dass sie Mitspracherecht bei den Planungen bekommen.
Dass sie zumindest Wünsche äußern können. Und da fällt den jungen Skatern viel ein. Auch, was die Verbesserung ihrer Skateranlage betrifft. Ihre Aussagen überschlagen sich förmlich: „Die Quaterpipe soll zu einer Jumpbox verlängert werden“, „noch eine Halfpipe“, „neue Curds“. Was das alles bedeutet, müssen die jungen Leute den „alten Hasen“ aus der Verwaltung dann wohl erst erklären.
