Pandemie macht sich bemerkbarBrühler Stadtbus wird nur noch selten genutzt

In den Brühler Stadtbussen waren im vergangenen Jahr deutlich weniger Fahrgäste unterwegs als noch 2019.
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Brühl – Das Fahrgastaufkommen in den Brühler Stadtbussen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Kay Rahßkopff, der bei den für den Betrieb der Busse zuständigen Stadtwerken die Zahlen im Blick hat, erklärte, dass man mit rund 600.000 Fahrgästen einen Rückgang von rund 27 Prozent habe verzeichnen müssen.
Die Daten aus dem vergangenen Jahr seien aber mit Unsicherheiten behaftet. Denn nicht alle geplanten Zählungen hätten stattfinden können. Sowohl die weniger umfangreichen Erhebungen als auch die rückläufigen Fahrgastzahlen gehen auf die Pandemie zurück.
Bereits im vergangenen Jahr mussten im Zuge des Kampfes gegen die Ausbreitung des Virus teils wochenlang Geschäfte, Schulen und Betriebe geschlossen geblieben. Viele Arbeitnehmer erledigten ihren Job vom Homeoffice aus. „Das Fernbleiben von Berufspendlern und Schülern hat sicherlich eine große Rolle gespielt“, macht Rahßkopff deutlich.
Vorher Wachstum
In den Jahren zuvor habe man im ÖPNV der Region ein Wachstum erlebt. In Brühler Stadtbussen seien 2019 noch rund 800 000 Fahrgäste unterwegs gewesen. Unter dem Schwund litten auch die Einnahmen. Der hohe Anteil an Abonnenten habe den negativen Prozess allerdings verzögert. „Die Zahl der Kündigungen hält sich in Grenzen. Wir sind bisher vergleichsweise glimpflich davon gekommen“, sagt der Stadtwerke-Mitarbeiter. Zwar liegen für 2020 noch keine abschließenden Zahlen vor, doch Rahßkopff rechnet mit einem Rückgang von zwölf bis 15 Prozent. Und noch ist keine Trendumkehr in Sicht. Manche Leute seien weiterhin unsicher und verzichteten aus Angst vor Infektionen auf die Nutzung von Bussen, erklärt Rahßkopff.
Defizitärer Betrieb
Der ohnehin defizitäre Betrieb der Stadtbusse wird damit wohl weiterhin für keine erfreulichen Nachrichten sorgen. In den vergangenen Jahren fehlten zu einem kostendeckenden Betrieb jährlich meist rund 400.000 Euro.
Nutzer müssen aber keine Ausdünnung des Angebots befürchten. Selbst während des letztjährigen Lockdowns wurden lediglich bestimmte Schülerfahrten zeitweise ausgesetzt. „Das war eine zu vernachlässigende Zahl“, stellt Rahßkopff klar.
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Und mit der Linie 508 wurde 2020 sogar eine achte Strecke bedient. Diese fährt vom Stadtbahnhalt in Brühl-Mitte aus über die Bonnstraße, Alte-Bonnstraße und die Steingasse bis nach Badorf und zurück.



