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THC BrühlCorona sorgt für die bisher längste Freiluft-Tennissaison

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Uwe Neubauer freut sich, noch im November Tennisunterricht von Coach Andy Blair zu bekommen. Denn eigentlich wäre die Sandplatz-Saison längst beendet.

Brühl – Dieser Herbst schreibt so manche ungewöhnliche Geschichte. Eine spielt unweit des Brühler Wasserturms, auf der Tennisanlage des THC Brühl. Nie zuvor standen dort im November noch Spieler auf der roten Asche. Es die längste Freiluft-Saison, die es bei dem Klub jemals gab. Während die Plätze gewöhnlich im Oktober winterfest gemacht und bis zum Frühjahr geschlossen werden, geht es dieses Mal weiter.

Der Grund ist nicht nur das milde Wetter, sondern der Kampf gegen die Corona-Pandemie. Denn Training und Matches unterm Hallendach sind derzeit nicht gestattet.

„Wir sind froh, dass wir trotz des Teil-Lockdowns noch auf unseren Plätzen draußen spielen dürfen“, sagt Jens Heck, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Und die Resonanz ist groß, ergänzt Schatzmeister Ralph Breidohr.

THC Brühl: Tennisspieler müssen sich wärmer anziehen

Das bestätigte sich am Samstagvormittag. Auf der Anlage ist einiges los. „Man kann ja Tennis wunderbar kontaktlos mit seinem Partner spielen“, erklärt Trainer Andy Blair. Zu den besonderen Maßnahmen gehöre vielleicht, dass man jetzt eine lange Hose trage. „In der Sportkleidung setze ich derzeit auf das Zwiebelprinzip“, so der 31-Jährige. „Klar, ist auch der Boden etwas feuchter und die Bälle kommen flacher“, erzählt er weiter, aber das mindere auf keinen Fall den Spaß.

Das findet auch Uwe Neubauer, der glücklich darüber ist, noch Übungsstunden nehmen zu können. „So kann ich noch an meinen Aufschlag arbeiten und das ist super“, resümiert der 49-Jährige.

Brühl: Die modernste Tennishallte des Kreises bleibt geschlossen

Hinter vielen Spielern des Vereins liegt trotz Corona eine erfolgreiche Saison, ergänzt Cornelia Breidohr vom Team der Öffentlichkeitsarbeit. So nahmen noch im Sommer viele der 517 Mitglieder der Tennisabteilung an Medenspielen teil – so heißen die Meisterschaftsspiele im Tennis. Elf Mannschaften erreichten den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. „Hervorzuheben sind die Erfolge der U-15-Mädchen, Herren 40 und Herren 70, die allesamt in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen sind“, berichtet Cornelia Breidohr.

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Ein bisschen wehmütig werden die Klub-Mitglieder beim Gedanken an ihre neue Tennishalle, die als modernste im Rhein-Erft-Kreis gilt, aber derzeit ebenfalls geschlossen bleiben muss. Mit viel Eigenanstrengung und Fördergeld wurde die Vier-Feld-Halle mit Tribüne nach einer knapp halbjährigen Bauzeit im September 2019 eingeweiht. „Wir sind eine offene Sport- und Begegnungsstätte und wenn es wieder möglich ist, können die Plätze von allen, auch außerhalb, die Lust dazu haben, gebucht werden“, führt Heck aus.

Unterdessen laufen die letzten Arbeiten am Neubau des Clubhauses. In den sonnendurchfluteten Räumlichkeiten ist dann ein schöner Ausblick auf die Kölner Bucht zu erleben.