Andreas Heller kritisiert nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft: „Wir sind ein tolles Land, aber machen seit langem nichts mehr daraus.“
WM-Aus spiegelt Deutschlands LageElsdorfs Bürgermeister: „Wir sind satt und achten aufs Mittelmaß“

Andreas Heller: „Wir achten auf das Mittelmaß, statt den Leistungsgedanken zu kultivieren.“
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Der K.O. und das Auftreten der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA/Mexiko/Kanada passen zum Gesamtbild in Deutschland: Das sagt Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller (CDU). Und weiter: „Wir sind ein tolles Land, aber machen seit langem nichts mehr daraus.“
Jedoch klafften politisch wie sportlich Anspruch und Wirklichkeit immer weiter auseinander: „Wir denken immer noch, wir sind Weltmeister und spielen eine Rolle auf der Welt. Das ist weder geopolitisch noch bei unserer Wirtschaft die Rolle. Wir sind zum dritten Mal in Folge bei einem großen Turnier frühzeitig ausgeschieden und denken immer noch, wir gehören zur Weltspitze.“ Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft war in der Nacht auf Dienstag (30. Juni) überraschend im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Paraguay mit 3:4 nach Elfmeterschießen ausgeschieden.
Lasst uns wieder hungrig und fleißig und demütig sein. Dann wird aus unserem Land wieder etwas. Nicht nur sportlich
Heller sieht eine Parallele zur Wirtschaft: Andere Nationen hätten Deutschland die Technologieführerschaft längst abgelaufen. Der Bürgermeister der 21.000-Einwohner-Stadt im Rhein-Erft-Kreis (NRW) glaubt die Ursachen dafür zu kennen: „Wir verspüren keine Freude mehr am Erreichten, sondern sind satt. Wir achten auf das Mittelmaß, statt den Leistungsgedanken zu kultivieren.“
Als Beispiel nennt der 48-Jährige die Bundesjugendspiele; unabhängig davon, ob jemand gut oder schlecht ist, bekommt jeder eine Urkunde: „Wo soll da Spitzenleistung herkommen?“

Nick Woltemade kann es nicht fassen. Auch sein Fehlschuss aus elf Metern trug zum Ausscheiden des deutschen Teams bei.
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Mit Blick auf die WM 2022 kritisiert er auf seinem Facebook-Account, dass die Nationalmannschaft falsche Prioritäten gesetzt habe. So sei die Kapitänsbinde in Regenbogenfarben das wichtigste Thema gewesen; andere Länder, denen ein solches Statement nicht so wichtig gewesen sei, seien „moralisch mal wieder abgewertet worden“.
Er bewundere Joshua Kimmich für seine klaren Worte der Verantwortung nach der Niederlage gegen Paraguay. „Das ist Führung. Lasst uns wieder hungrig und fleißig und demütig sein. Dann wird aus unserem Land wieder etwas. Nicht nur sportlich. “ Nationaltrainer Julian Nagelsmann dagegen besitze kein Charisma und sei fehl am Platze.