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Bürgermeister rudert zurückHundehalter in Elsdorf empört über Steuererhöhung

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Das Foto zeigt einen Staffordshire Bullterrier in einem Käfig.

In Elsdorf entbrannte jüngst eine Diskussion um die Besteuerung von Listenhunden (Symbolfoto).

Der Stadtrat soll nun über eine Rücknahme der Steuererhöhung für Listenhunde entscheiden.

Der Elsdorfer Stadtrat hat schon im November für 2026 mit großer Mehrheit eine Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Demnach soll anders als zuvor für gefährliche Hunde, genannt Listenhunde, künftig auch trotz des Nachweises eines bestandenen Wesenstests, der erhöhte Tarif berechnet werden. Daran gibt es jetzt, nach Zustellung der Steuerbescheide, Kritik.

Jetzt will Bürgermeister Andreas Heller zurückrudern und dem Stadtrat eine Rücknahme der Steuererhöhung für gefährliche, genannt Listenhunde, vorschlagen. „Viele Rückmeldungen“ habe Heller bekommen, teilt er in den sozialen Netzwerken mit, „besonders von Haltern von Listenhunden“.

Elsdorf: Erhöhte Steuern trotz bestandenem Wesenstest

Davon gab es bislang stadtweit fünf. Durch den Wegfall der Einstufung als ungefährliche Hunde nach vorgelegtem Wesenstest sind es jetzt 37.Demnach wären 32 Halterinnen und Halter von der höheren Steuer durch die neue Einstufung betroffen. Die Haltinnen und Halter lobte er als „verantwortungsvoll“. Er habe „Verständnis, dass viele sich ungerecht behandelt fühlen“ und wollen „das nicht so stehen lassen“, obwohl die Steuer einer Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes und der geltenden Rechtsprechung folge.

In Absprache mit den großen Ratsfraktionen soll der Stadtrat in nächster Sitzung beschließen, dass es für die Listenhunde einen Bestandsschutz „für das ganze Hundeleben“ geben soll. Sie sollen weiterhin wie nicht gefährliche Hunde besteuert werden. „Das ist ein guter Kompromissvorschlag“, befand Heller.

Die Vollstreckung von Steuerbescheiden, die bereits rechtskräftig zugestellt sind, sei bis zu einer neuen Entscheidung des Stadtrats, der am Dienstag, 17. März, um 18 Uhr nächstmalig zusammentritt, ausgesetzt, die betroffenen Halterinnen und Halter laut Stadtverwaltung darüber schriftlich informiert worden.

Die Erhöhung der Steuer für nicht gefährliche Hunde soll dagegen laut Heller Bestand behalten. Hier zahlen die Halter ab diesem Jahr 120 statt bis zum vergangenen Jahr 102 Euro für den ersten, 142 (120) Euro für den zweiten, 170 (144) Euro für den dritten und 241 (204) Euro für den vierten und weitere Hunde. Gegen die höhere Besteuerung von Listenhunden und nicht gefährlichen Hunden ist inzwischen eine Online-Petition gestartet worden.