Margret und Rudi Ritter blicken auf 65 Jahren der Ehe zurück. Angefangen hatte alles im Jahre 1959, nach einem Kinobesuch in Mülheim.
Eiserne HochzeitElsdorfer Paar fand auf dem Heimweg vom Kino die Liebe

Seit 65 Jahren sind Margret und Rudi Ritter miteinander verheiratet. Nun feiern sie ihre Eiserne Hochzeit.
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Es war 1959, als Margret auf dem Heimweg vom Kino in Mülheim hinter sich eine Stimme hörte: „Du kannst den Schirm zumachen. Es regnet nicht mehr.“ Sie drehte sich um, erblickte Rudi. Gemeinsam machten sie sich auf den Heimweg und blieben fortan zusammen.
Vor 65 Jahren heirateten Margret und Rudi Ritter und feiern heute ihre Eiserne Hochzeit. Margret Ritter, geborene Hechemer (86), ist „ein kölsch Mädche aus Sülz“, wie sie sagt. Nach Evakuierung in Eisleben ging sie als Siebenjährige mit Mutter und Geschwistern zu Fuß nach Sülz zurück, später lebte die Familie in Deutz.

Die Hochzeit fand 1961 in Köln-Deutz statt.
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Sie absolvierte eine Lehre zur Fleischereifachverkäuferin, arbeitete später zehn Jahre lang in Kerpen-Mödrath bei der Metzgerei Krüll. Nach Berufsunfähigkeit schulte sie 1985 auf Bürokauffrau um, arbeitete für eine Versicherung und im Büro, dann 15 Jahre lang als Politesse in Kerpen. „Da habe ich mir manchen Spruch anhören müssen“, sagt sie lachend. Mit 71 ging sie in den Ruhestand.
Arbeit in der Zuckerfabrik in Elsdorf
Rudi Ritter (82) ist als Deutscher in Crna-Bara in Serbien geboren, kam als Vierjähriger nach Bayern und 1954 in die Kölner Stegerwaldsiedlung. In Kalk lernte er Bau- und Kunstschlosserei, ging zur Bundeswehr und in den 60er-Jahren zur Zuckerfabrik nach Elsdorf, wo er im Zuckerhaus im Schichtdienst arbeitete und 1995 in den Vorruhestand ging.
Nach der Hochzeit zog das Paar in eine Wohnung in der Kerpener Straße in Berrendorf, dann in die Mathiasstraße. 1963 wurde die inzwischen verstorbene Tochter geboren, 1967 der Sohn. 1970 bis 1973 haben die Ehejubilare ein Haus am Lindenweg mit viel Eigenleistung gebaut.
Sein Hobby war früher Fußball, später Angeln. Viele Jahre ging es einmal im Jahr zum Angelurlaub nach Friesland.
Kaffeeklatsch mit befreundeten Paaren
Ihr großes Hobby war das Tanzen. Mit 15 fand sie zur Tanzgruppe der Kölner KG Frohsinn, wo sie bis 1961 Tanzmariechen war. 1967 übernahm sie für zehn Jahre das Training der Tanzgruppe der Berrendorfer Narrenzunft, danach studierte sie mit der örtlichen KfD und mit der Bergheimer Torwache die Funkentänze ein. „Mit den Männern war es viel einfacher als mit den Frauen“, sagt sie schmunzelnd.
Gemeinsam haben beide mit der Nachbarschaft gefeiert, Karten gespielt, Reisen unternommen. Jeden Samstag treffen sie sich mit drei befreundeten Paaren zum Kaffeeklatsch. Bis heute kocht Margret Ritter gerne. Gefeiert wird mit Familie und den Freunden, „die immer gut zu uns waren“, sagt Rudi Ritter.
