GruselfaktorBerufsschüler drehen ihren Abschlussfilm auf dem Erdbeerhof in Erftstadt

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Blick auf den Dachboden, wo gerade eine Grusel-Szene gedreht wird.

Der Dachboden auf dem Erdbeerhof Schumacher bietet die düstere Kulisse für den Film.

Der Erdbeerhof Schumacher ist erneut Filmkulisse – Schüler des Joseph-DuMont-Berufskollegs drehen ihren Abschlussfilm in Erftstadt.

Drehtage fangen auch schon mal früh an. Am Dienstag beispielsweise um 5 Uhr. „Bis 22 Uhr sollten wir dann vom Hof sein“, findet Gunter Hartleb. Ob das klappt? Einen Film zu drehen ist aufwendig, nicht immer läuft alles nach Plan, geschweige denn nach Zeitplan.

Das merken gerade die jungen Leute, die am Kölner Joseph-DuMont-Berufskolleg ihre Ausbildung als Kaufleute für audiovisuelle Medien machen. Im April stehen die letzten Prüfungen an, der Film ist ihr gemeinsames Abschlussprojekt. Begleitet wird es von den Leitern des Bildungsgangs, Hartleb und Thomas Küstner. Allerdings sagen beide: „Wir halten uns raus.“

Schon vor Drehstart: die Suche nach der richtigen Location

Also haben die Berufsschülerinnen und -schüler sich lange vor den Drehtagen an die Arbeit gemacht. Sie akquirierten Spenden – da alle Auszubildende in Medienunternehmen sind, bekamen sie auch einiges an Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Die einen schrieben am Drehbuch, andere kümmerten sich um die Kostüme, die Maske, um Casting, Catering und die Suche nach den richtigen Locations, wie Anouk Kämmerling erzählt. Unter anderem brauchten sie Haus mit einem Dachboden.

In Konradsheim wurden sei fündig, ein Gebäude des Erdbeerhofs Schumacher wird Schauplatz einer – so viel sei verraten – ziemlich gruseligen Szene. Bei Familie Schumacher war das Berufskolleg nicht zum ersten Mal, schon einmal ist hier gedreht worden. Thomas Küstner schwärmt von der Gastfreundschaft der Landwirte.

Andere Drehorte waren der Kupfersaal in Porz und die Produktionsfirma Brainpool, Außenaufnahmen wurden auch vor der Justizvollzugsanstalt gemacht.

In den Hauptrollen: die Profis Judith Döker und Anthony Arndt

Seit November hat das Kernteam an dem Film gearbeitet, der den Titel „Die Ballerina“ trägt. Für die Hauptrollen wurden Profis verpflichtet, Judith Döker und Anthony Arndt. Dazu kommen mehrere Kinder als Darsteller und einige Komparsen. Judith Döker spielt Mia, die ihren Vater im Gefängnis besucht und sich dann auf die Reise in ihre – ziemlich düstere – Vergangenheit macht.

Premiere hat der Film am Donnerstag, 9. März, im Filmpalast Köln. Und dann wollen sich die Macher bei – auch internationalen – Kurzfilmfestivals bewerben. Frühere Abschlussprojekte haben es zum NRW-Kurzfilmfestival geschafft, einer hat sogar den Deutschen Jugendfilmpreis bekommen.

Mitglieder der Crew stehen auf dem Parkplatz und bereiten das Catering vor.

Die Mitglieder des Catering-Teams waren immer die ersten am Drehort. Beim Brötchenschmieren halfen dann alle mit.

Auch die Suche nach geeigneten Festivals ist Teil der Ausbildung, erst einmal ist allerdings Aufräumen angesagt. Denn die Arbeit am Film ist erst vorbei, wenn alle Ausrüstungsgegenstände – von der Kamera bis zum Besteck, vom Kostüm bis zur Kaffeekanne, zurückgegeben sind.

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